Unser Wort zu Ostern

01.04.2021

„Eigentlich“…

„Eigentlich“ hätten wir um diese Jahreszeit unsere alljährliche, in der Vergangenheit immer äußerst erfol­grei­che Sonderschau Modellbahnen und Puppenstuben abgebaut. „Eigentlich“ hätten wir diese Sonder­schau auch gerne durchgeführt. Sie hat viele treue Besucher, trägt einen erheblichen Anteil zu unserem Wirtschaftsjahr bei. Aber: die coronabedingte Schließung hat unsere Pläne total durchkreuzt. Statt Geld einzunehmen, haben wir massig viel davon ausgegeben. Das war so nicht geplant. Aber irgendwie ohne jegliche Aktivitäten hätten wir das BOXENSTOP in seinem Dorn­rös­chenschlaf nicht ertragen können.

„Eigentlich“ stand nur die Neugestaltung eines Zimmers auf unserer Wunschliste. Wir wollten schon seit langem unserem treuen Mitarbeiter Peter Bentjen, einem wahren handwerklichen Künstler, und seinen Werken einen eigenen Raum widmen, um seine vier besten, bereits im BOXENSTOP befindlichen Werke – Tübinger Neckarfront, Kloster/Schloss Bebenhausen, Oberbayrische Barock­kirche, Schloss Lichten­stein – vereint zu präsentieren. Dazu musste das einst als Clubzimmer benutzte „Fiasco“ aufgegeben und der Raum mehr oder weniger von hinten bis vorne umgekrempelt werden. Das haben wir geschafft, hatten an den Arbeiten dermaßen viel Spaß, vor allem am Ergebnis, dass sich daraus ein wahrer „Flächenbrand“ entwickelt hat.

„Eigentlich“ wollten wir nur einen Kamin abbrechen. Schlussendlich sind Drei gefallen. Frei nach dem Motto „Gesagt, gekompressort“.

„Eigentlich“ wollten wir auch nur eine Backsteinwand von ihrem 65 Jahre alten Verputz befreien. Eine war uns dann schluss­endlich zu popelig. Daraus wurden Zwei.

„Eigentlich“ wollten wir in unserer Historischen Fachwerkhalle, wo einst der Paradeomnibus unserer Großeltern, ein Büssing geparkt war, lediglich vier Fenster vergrößern. Daraus ist nichts geworden: Die vier Fenster waren nur der Anfang. Am Ende haben wir alle aufgegeben, die Außenwand auf einer Länge von 12 m abgerissen und durch 30 qm Fenster ersetzt. Weil danach schon alles mordmäßig durch Bauschutt verschmutzt war, haben wir die gesamte Halle umgebaut und ein Bistro aus den 40er-Jahren eingerichtet. Die der neuen Fensterfront gegenüberliegende Wand wurde komplett mit Holz verkleidet. Daran sind mittlerweile vier große Spiegel befestigt. Sie tragen mit zu dem besonderen Flair dieses Raumes bei.

„Eigentlich“ stand uns der Sinn, weiterhin überwiegend nur Gruppen zu bewirten. Aber nach dem schönen Erfolg unseres „Sommer auf der AmmerTerrasse“ haben wir uns dazu entschieden, künftig von Mittwoch bis Sonntag À-la-carte-Speisen anzubieten. Allerdings nicht länger auf unserer Ebene „Rastelli“, sondern in unserem neuen

BOXENSTOP Bistro Büssinghalle

Und in der wärmeren Jahreszeit auch auf der AmmerTerrasse.

„Eigentlich“ waren unsere Teppichböden, auf denen wir unsere Fahrzeuge präsentieren, alle noch gut im Schuss. Aber irgendwann, tief in einer Nacht kam der Wunsch, einen Teil der Teppichböden gegen Kopf­steinpflaster auszutauschen. Auch hier galt: Gesagt, getan. Das Ergebnis überzeugt.

„Eigentlich“ waren wir guter Dinge, dass wir im BOXENSTOP – vor allem im Vergleich mit anderen Museen – ein „gutes“ Licht haben. Bis unser Freundeskreismitglied Jochen Hecht von der Hecht Designfabrik in Kirchentellinsfurt mit der neuesten Strahlertechnik aufgetaucht ist. Wir waren von seiner Vorführung der­maßen „geblendet“, mussten feststellen, dass wir unsere Räume zwar hell beleuchtet, deshalb allerdings trotzdem kein „Licht“ haben. Nunmehr springen unsere Exponate förmlich ins Auge. Ganz brutal sogar! Durch diese Umrüstung verbrauchen wir deutlich weniger Strom, haben wenigstens an einer Ecke erreicht was einen Schwaben freut: sparen!

„Eigentlich“ hatten wir nicht das Gefühl oder gar Verlangen, dass wir unsere Puppenbereiche groß­artig umgestalten sollten. Aber wenn der „Kopf“ einmal auf „Ändern“ programmiert ist, kann ihn so schnell nichts mehr stoppen, sprüht seine Kreativität ohne Halt. Schlussendlich haben wir unseren Tante Emma Laden aufgegeben und die Fläche in eine sehr ansprechende große Puppenstube umgewandelt.

„Eigentlich“ könnten wir diese Aufzählung noch ziemlich lange fortführen. Tun wir aber nicht. Denn wir wollen ja auch noch einige Überraschungen für Sie bereithalten. Aber noch eins:

„Eigentlich“ wollten wir das neue BOXENSTOP, das wertigste aller Zeiten, mit einem schönen Fest(‑akt) eröffnen. Das lässt Corona derzeit jedoch selbst in Tübingen nicht zu. Aber klein beigeben ist nicht unsere Sache. Im Moment steht unser Plan: ab Gründonnerstag, 1. April 2021 und über die gesamten Oster­feiertage – selbstredend auch danach – öffnet BOXENSTOP seine Pforten (jeweils 10.00 – 17.00 Uhr). Von Karfreitag bis Ostermontag zunächst auch seine Außengastronomie (12.00 – 19.00 Uhr).

Wir laden Sie ganz herzlich ein, würden uns darüber freuen, wenn wir Sie bald als unsere Gäste begrüßen könnten.

Unabhängig von allem wünschen wir Ihnen schöne bunte Osterfeiertage.

Wir freuen uns ganz, ganz arg auf Ihren Besuch!