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Rechtlicher Hinweis:

Reiseveranstalter und Vetragspartner für die unten stehend beschriebenen Erlebnisreisen ist KM-REISEN GmbH, c/o Schnaith-Reisen, Schlachthausstraße 21-25, 72074 Tübingen, Tel. 07071/929090.

Silvretta Classic


Heidi-Reise

Mit unserem Oldtimer-Omnibus zur Rallye der Motor Klassik

Der Weg ist das Ziel, das neue Hymer-Museum in Bad Waldsee sowieso.

5. bis 7. Juli 2012


Neulich in Metzingen, nahe Tübingen, besser bekannt als Outlet-City. Der Boxenstop Chauffeur Heinz Epple, vielen unter unseren Reisegästen als die gute Seele bekannt, kommt mit der Heidi, unserem Oldtimer-Omnibus, auf dem Weg zur schwäbischen Alb an eine Ampel. Sie springt von Grün auf Rot. Heinz Epple gibt den Befehl „Halten“, drückt das Bremspedal. Leicht quietschend, aber deutlich hörbar  machen sich die Bremsbeläge an ihre Arbeit, bringen den Bus vor der Haltelinie zum Stehen. Heinz Epple ist ein korrekter Mensch. Er hält sich an die StVo. Ganz penibel sogar. Er steht, wartet. Plötzlich klopft ein Mann an die Fahrer-Seitenscheibe. Keine Kunst. Die Heidi wird vom rechten Platz aus gelenkt. Heinz Epple, freundlich, zuvorkommend und gutmütig wie er, und nur er einmal ist, kurbelt die Seitenscheibe herunter. Bereits auf halbem Weg vernimmt er in breitestem Berliner Dialekt die Frage „San Se mal, wat hamn se da fir ne alte Karre?“ Damit hat Heinz Epple nicht gerechnet. Mit der Frage schon, aber nicht mit diesem Dialekt. Bei dem sich anbahnenden Gespräch sollten zwei Welten, oder sogar Kulturen aufeinander treffen. Jedenfalls hat Heinz Epple den Spruch unseres Bundeslandes „Wir können alles außer Hochdeutsch“ seit frühester Jugend tief verinnerlicht. Mehr oder weniger mit der Muttermilch eingesogen. Er kann wirklich kein Hochdeutsch. Oder wenn, dann äusserst zaghaft, mehr bruchstückhaft. Macht nichts lieber Heinz Epple. Der Verfasser kann’s auch nicht entscheidend besser. Der Fragesteller mit seinem ebenfalls breiten Dialekt ist offenkundig der deutschen Sprache auch nicht besonders mächtig. Dementsprechend schwierig gestaltet sich die Konversation. Heinz Epple hat jedenfalls die Frage souverän, zunächst mit einem breiten schwäbischen „Ha?“ beantwortet. Der Berliner setzt nach. Nun kommt seine Frage klar und deutlich an. Soweit dies unter den besagten Gesamtumständen überhaupt möglich ist.

Heinz Epple gibt sich gründlich Mühe, hat jetzt die Frage präzise verstanden. „Ha wisset se, des isch an Saurer von zwoiasächzig“. Mit dieser Antwort ist er schon ziemlich dran – am Hochdeutschen. Oder?

Ampeln stehen nicht ewig auf rot. Gott sei Dank. Alles hat seine Zeit, geht einmal vorüber. Auch das Warten in Metzingen. In jedem Fall wird die kulturübergreifende Fragerunde durch „grün“ jäh unterbrochen. Schade. Vielleicht hätten sonst die beiden, der Heinz Epple und der Berliner einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung leisten können. Wer weiß? Sie wissen ja: Das Verhältnis von (einzelnen) Berlinern zu uns Schwaben ist nicht ganz unbelastet. Wir sind ein Volk – Ihr auch! Solche Sprüche sollen in Berlin an Hauswände gesprüht sein. Macht uns aber nichts aus. Die Wahrheit ist manchmal grausam. Umgekehrt: Wir Schwaben, mit weitem Abstand die meisten, haben nichts gegen Berliner. Sie sind halt Preußen. Was soll’s?

Spaß beiseite: Wir wollen die Ampelgeschichte zuende bringen. Heinz Epple hat den ersten Gang eingelegt, Gas gegeben und ist in Richtung Schwäbische Alb entfleucht. Er hat mit der rechten Hand freundlich zum Abschied gewunken. Seinen Berliner „Gesprächspartner“ hat er bis zum nächsten Abzweig im Rückspiegel beobachtet. Dieser hat der Heidi breit schmunzelnd, fast ungläubig nachgeschaut. Mal sehen, wenn wir das nächste Mal wieder nach Metzingen kommen, sollten wir nach ihm Ausschau halten. Möglicherweise steht der Berliner immer noch da, breit grinsend, auf die Heidi wartend.

Und was hat die Heidi seinerzeit getan? Sie hat sich ebenfalls verabschiedet. Mit einer veritablen Abgaswolke. Das war nicht sehr freundlich, kommt allerdings ab und zu vor. Nimmt ihr aber überhaupt keiner krumm.

Ja, die Heidi, die bringt’s. Jahraus, jahrein. Sie ist ein klasse Weib, der Saurer Omnibus, der 1962 im Schweizerischen Arbon den Asphalt der Welt erblickt hat. Die Heidi bietet 38 Gästen Platz. Sie wird von einem 6-Zylinder Dieselmotor befeuert. Wenn alles zusammen passt, werden 160 PS mobilisiert, geht’s mit 80 km/h relativ zügig voran. Gegenwind und Steigungen wird sie allerdings nie zu ihren Freunden zählen dürfen. Beide mag sie nicht. Da geht sie gerne in die Knie, zumindest ganz leicht.

Sie hat einige technische Gags, die das Reisen erleichtern. Ein 8-Gang-Vorwählgetriebe mit einem klitzekleinen Schaltstock. Ihre Bremsen sind druckluftbetätigt. Der richtige Bremsdruck wird mit einem rund 40cm langen Stab angezeigt. Im Normalfall, in Ruheposition, verschwindet der Stab am rechten Außenholm, der sogenannten A-Säule. Über Nacht oder bei einem technischen Defekt – was allerdings noch nie vorgekommen ist - wandert der Zeiger ins Blickfeld des Fahrers, zeigt ihm an, dass er zuerst Luft pumpen muss, bevor er die Fahrt beginnt. Wenn Sie so wollen, hat er dann das berühmte Brett vor dem Kopf.

Die Fahrgäste werden mit Panoramafenstern verwöhnt. Die Oberlichter gehen weit in Richtung Fahrzeugmitte. An den Fensterholmen sind Blumenväschen angebracht. Kollektives Blumenpflücken gehört zu jeder Reise.

Das einzige, was unserer Heidi fehlt, sind Rossmucken. Sie wissen was Rossmucken sind? Hoffentlich. Ein Schwabe zumindest. Allerdings: 75 Millionen Deutsche sind des Schwäbischen nicht mächtig. Furchtbar. Das ist bedenklich. Muss verbessert werden. Deshalb wollen wir die Rossmucken übersetzen: Sommersprossen. Geht doch ganz gut. Wir können halt doch alles. Selbst Hochdeutsch. Im Nachhinein überkommt uns eine leichte Melancholie, wenn wir an Metzingen denken. Richtig schade, dass der schwäbische Sprachkurs so jäh und abrupt enden musste.

Die Heidi geht häufig auf Reisen. Nicht so weit. Meist in unserer Region. Aber einmal im Jahr, da will sie hinaus, richtig weit. Nach Österreich, Vorarlberg, ins Montafon zur Silvretta Classic, der Rallye des Oldtimer-Magazins „Motor Klassik“. Bei dieser Reise zeigt sie ihren Gästen, was trotz des betagten Alters noch in ihr steckt. Bergauf, bergab, Kurve um Kurve. Unsere Gäste mögen die Heidi, denn bei jeder Reise mit ihr ist der Weg das Ziel. Vor allem Gäste, die noch nie mit einem alten Auto oder Motorrad unterwegs waren, sind bass erstaunt über die Freundlichkeit, die ihnen plötzlich zuteil wird. Passanten grinsen, winken freundlich. Andere Verkehrsteilnehmer warten geduldig, bis sie zum Überholen ansetzen können. „Einer hupt immer“ – so hat Fritz W. Busch, der Doyen unter den deutschen Motorsport-Journalisten eines seiner zahlreichen Bücher überschrieben. „Einer hupt immer“ – aber nicht bei der Heidi. Andere scheinen ihre Hupen abgeklemmt zu haben. Bloß die Heidi nicht. Die hat ein ganz imposantes Schweizer Posthorn. Ihr Kompressor muss kräftig blasen, um alle Töne laut und deutlich in die Welt zu setzen. Aber er schafft es jedes Mal.

Immer wenn wir einen Text verfassen müssen, bei dem die Heidi im Zentrum steht, geraten wir ins Schwärmen. Wir geloben zwar jedes Jahr Besserung. Aber irgendwie packen wir’s nicht richtig, bringen’s nie auf die Reihe. Deshalb müssen wir uns jetzt schleunigst dem Anlass für diese Reise zuwenden. Der Silvretta Classic, eine der besten Rallyes in Europa. Und zwar gleich von der ersten Veranstaltung an.  Wenn die Motor Klassik ruft, stehen alle namhaften Hersteller stramm. Mercedes Benz, Porsche, Volkswagen, Audi, Opel räubern ihre Tempel, geben ihren Hochkarätern Marschbefehl gen Österreich. Keiner lässt sich lumpen. Ganz im Gegenteil. Man versucht sich zu übertreffen. Von diesem gesunden Streben profitieren die Besucher, also auch die Boxenstop-Gäste. Die Silvretta Classic sorgt mittlerweile auch für einen gehörigen Auflauf an Promis. Nicht nur der ersten Güte, die F- und G–Promis sind auch dabei. So ist es halt, wird immer so bleiben. In jedem Fall wird das „Who-is-Who“ des historischen Motorsports präsentiert. Ein abwechslungsreicher Mix an Fahrzeugen, die so hoch oben auf dem Olymp stehen, dass die Luft schon richtig dünn ist. Auf der anderen Seite einstige Alltagsautos, für viele die geheimen Stars.

Das i-Tüpfelchen ist natürlich das Rallyegebiet, Montafon, Vorarlberg mit seinen Bergen und Tälern. Da geht’s oftmals wirklich nicht mehr läppisch rauf und runter, sondern massiv zur Sache. Die Bieler Höhe ist knapp 2000m. Dieser Höhenunterschied will bezwungen werden. PS’ können da wirklich nicht schaden. In diesem Fall ist mehr besser wie weniger. Stellen Sie sich diese Autos, deutlich über 100 an der Zahl einmal auf der Königstraße in Stuttgart oder dem Ku’damm in Berlin vor. Sie merken’s: Wir mögen Berlin. Aber weder in der einen noch in der anderen Hauptstadt würden diese Autos die Wirkung entfalten wie im Gebirge.

Auch wenn Italien fern ist, wird hier große italienische Oper gezeigt. Alle Stimmen kommen zur Geltung. Die hohen wie die tiefen, die weichen wie die harten.

Die Silvretta Classic gehört zu den Spitzenrallyes in Europa. Daran wird sich nicht viel ändern. Auch wenn der eine oder andere Versuch unternommen wird, ihr das Wasser abzugraben. Die Motor Klassik hat mit ihrer Silvretta Classic mit als erste die grandiose Bergwelt für Rallyes in größerem Stil entdeckt. Sie ist das Original. Und wird’s bleiben. Daran wird sich Wesentliches nicht ändern.

Einige Gäste reisen jedes Jahr mit der Heidi zur Silvretta Classic. Das Boxenstop stellt alle Jahre ein tolles Paar ab. Als Chauffeur, entweder der besagte Heinz Epple oder Herr Günther Haupt. Er ist übrigens des Hochdeutschen besser mächtig. Er spricht zwar auch einen gewissen Akzent, aber immerhin: Er ist am Hochdeutschen näher dran. Reiseleitung und der  Bordservice liegt meist in den vertrauten Händen unserer Mitarbeiterin Elke Herrenkind. Sie wurde in Österreich, konkret in Vorarlberg geboren. Sie kämpft täglich dafür, dass ihre Muttersprache weiter verbreitet wird. Deshalb verbinden wir mit dem Reiseprogramm immer einen kleinen Sprachkurs. Mittlerweile für Fortgeschrittene. Aber auch Anfänger finden sich schnell zurecht.

„Luag amol dia Küa uf dera Pünd“ heißt „Schau mal die Kühe auf dieser Wiese“, oder: „Kumm dura, do siascht alls viel besser“ soll heißen: „Komm hier rüber, hier siehst du alles viel besser“.
So, nunmher sind Sie gewappnet. Die Vorarlberger können Sie fast nicht mehr in die Bredouille bringen, ob Schwabe, ob Berliner, das ist völlig egal.

Donnerstag, 5. Juli
Sternstunde der Heidi.
Anreise


Um 7 Uhr startet die schöne Reise nach Österreich. Die Heidi hat diesen Tagen bereits aufgeregt entgegengefiebert. Sie will mal wieder angeben, zeigen, was sie drauf hat.

Bereits um 6 Uhr öffnen wir das Boxenstop Auto- und Spielzeugmuseum. Dort begrüßen wir Sie mit Kaffee und ofenfrischen Butterbrezeln. Dieser einstündige Puffer ist Gold wert. Vor allem für Gäste, die von weiter weg nach Tübingen kommen. Sie sollen sich nicht bis auf die letzte Minute hinaus lassen, reisen deshalb rechtzeitig zum geografischen Mittelpunkt Baden-Württembergs. Bevor Sie im Freien warten müssen, freuen wir uns auf Sie im Boxenstop.

Ihr Auto können Sie im nahliegenden Parkhaus Brunnenstraße parken. Die Gebühren übernimmt das Boxenstop.

Über die Schwäbische Alb geht’s Richtung Bodensee. Unterwegs laden wir zu einem Frühstück ein. Das muss sein, führt unsere Gäste ruckzuck zusammen.

Ihr erstes Ziel ist Bad Waldsee mitten in der „Oberschwäbischen Seenplatte“ gelegen. Hier ist die Firma Hymer zuhause. Sie kennen Hymer. Sicher. Das ist die Firma, die seit vielen Jahrzehnten mit ihren Wohnwagen  und –mobilen kräftig die Reiselust fördert. Die Firma Hymer hat im letzten Jahr ein Werksmuseum eröffnet. Hier werden Reiseträume wahr. Also total passend zu Ihrer Reise. Sie besuchen dieses Museum, hören bei einer Führung allerhand Wissenswertes zu dem klasse Motto

„In 80 Wagen um die Welt“


Das Erwin Hymer Museum lädt zu einer einzigartigen Entdeckungstour durch Geschichte, Gegenwart und Zukunft des mobilen Reisens ein. Aus dem großen Fundus des Museums sind im architektonisch prägnanten Museumsbau über 80 historische Wohnwagen und Reisemobile ausgestellt. Die teils „exotischen“ Exponate sind in eine spannende und wandelbare Erlebniswelt eingebunden. Reisen Sie mit auf den Traumrouten der Welt! Lernen Sie den kulturhistorischen Hintergrund des mobilen Reisens kennen, tauchen Sie ein in die Geschichte der Pioniere, erfahren Sie Spannendes aus Technik, Entwicklung, Produktion und Design, entdecken und erleben Sie die Sehnsüchte ihrer Zeit.
Das Erwin Hymer Museum ist ein Museum zum Anfassen, zum Mitmachen.
Danach laden wir Sie zu einem Mittagspicknick ein. Die Heidi hatte genug Zeit zum Regenerieren. Nunmehr macht sie sich zusammen mit ihren Gästen auf die zweite Etappe. Ihre Muskeln schwellen an, setzen ihre Kraft in Bewegung. In Schruns hat’s die Heidi beinahe geschafft. Dort werden die Boxenstop-Gäste vom Motor Klassik Team begrüßt. Ganz herzlich in Empfang genommen. Ab jetzt erkennt Sie jeder als VIP. Wir haben’s zwar schon vorher gewusst. Nunmehr wissen’s alle.

Die letzten Kilometer zum Hotel gehen der Heidi fröhlich und locker von der Hand. Von Schwäche keine Spur. Ganz im Gegenteil. Sie muss am kurzen Zügel geführt werden, damit die Euphorie nicht mit ihr durchbricht.

Sie übernachten im Hotel Explorer in Gaschurn, ein neu erbautes Mittelklassehotel mit modernem Ambiente. Nutzen Sie den Spa-Bereich mit Sauna und Dampfbad. Sie werden sich hier für die nächsten zwei Nächte wohlfühlen. Der Hotelküche geht’s wie der Heidi: auch sie gibt ihr Bestes.


Freitag, 6. Juli
Silvretta und Montafon
Zweiter Urlaubstag


Wenn Sie die Heidi besteigen, fühlt sie sich schon wieder putzmunter. Ihr Chauffeur hat Wasser und Öl kontrolliert. War völlig unnötig. Aber sicher ist sicher. Der Selbstzünder nimmt seine Arbeit auf. Die ersten paar Sekunden rußt er noch ziemlich kräftig aus dem Auspuffrohr, aber danach dringt fast kein Wölkchen mehr nach außen. Gut, gesunde Bergluft entweicht deshalb trotzdem noch nicht. Aber dem Umweltschutz wird satt Genüge getan. Wissen Sie eigentlich, dass Sie bei einer Reise mit der Heidi nicht einmal einen Liter Diesel auf 100 km verbrennen? Ist doch ein toller Wert. Die Heidi kommt deutlich mit unter 30 Litern pro 100 km aus. Das macht ihr nicht einmal ein moderner Reisebus problemlos nach.

In Partenen herrscht die übliche Startnervosität. Die Autos der Teams stehen fein säuberlich aufgereiht, sind gut präpariert für einen stressigen Tag. Aller Anfang ist gut. Nach diesem Motto wird zur kurvenreichen Auffahrt  gestartet. Über das Faschinajoch, Damüls, Schoppernau, Lech, Zürs geht’s nach St. Anton am Arlberg, wo Sie die Mittagspause einnehmen werden, wie auch die Teilnehmer der Silvretta Classic.  Sie kürzen die Runde und fahren weiter über Kappl, Ischgl, Galtür, auf die Silvretta Hochalpenstraße zurück nach Gaschurn. Im Gegensatz zu den Silvretta Classic Teilnehmern, welche über Imst, Jerzens und Landeck eine weitere Strecke nehmen.  Je nach genauem Zeitplan, den wir im Mai erhalten, werden wir unsere Haltepunkte festlegen. Fakt ist:  2000 Höhenmeter sind auch im Sommer ein Wort. Da oben kann´s ziemlich frisch sein. Deshalb gehören warme Klamotten eingepackt. Klar, die Heidi, die gute, würde mit ihrer Standheizung ein wohliges Klima erzeugen. Aber das wollen Sie ja auch nicht. Sie wollen die Autos unmittelbar sehen, riechen und hören.

Ihre Sinne werden heute besonders gefordert. Von einem bis zu 12 Zylinder, fast alle Motorenarten, welche vorwärts treiben, sind zu sehen. Schon von weitem hören Sie das helle Kreischen oder tiefe Röhren. Viel früher, als der Blickkontakt möglich ist. Zum Teil wird richtig kräftig Gummi gegeben. Manche können´s richtig. Vor allem Walter Röhrl ist immer noch sauschnell. Egal, was er unterm Hintern hat. Der gute Walter, der kann´s einfach. Ist und bleibt eine Klasse für sich. Solche Namen verpflichten. Manche der Teams meinen, sie müssten es den Großen nachmachen. Das kommt nicht immer allzu gut an. Es gehört halt schon eine gewisse Übung dazu, um mit einem alten Auto schnell unterwegs zu sein. Wie wär´s eigentlich damit, auf dem Weg zur Passhöhe mit dem Lied „Heidi, Heidi, deine Welt sind die Berge….“ Passender könnten Sie die Boxenstop Heidi nicht anfeuern. Sie gibt ihr Letztes – Sie auch!

Mit diesem Lied auf den Lippen bedauern wir richtig, dass Papier nicht singen kann. So gerne würden wir die Melodie ins Papier pressen. Schade.

Erinnern Sie sich eigentlich noch an das letztjährige Reiseprogramm? Da haben wir vereinbart, dass wir uns beim Lieblingsmusical, dem Watzmann, in Stuttgart treffen wollten. Wir waren dort. Haben aber niemand gesehen. Deshalb in diesem Jahr die zweite Chance: Watzmann- das Kultstück mit Ambros Felbl Prokopetz gibt´s am 20.7.2012 auf der Burg Esslingen Open Air. Nächster Versuch.

Rechtzeitig zur Zieleinfahrt sind Sie zurück in Schruns und winken den Silvretta Classic Teilnehmern zu.

Am späten Nachmittag geht’s mit der Heidi zurück zum Hotel. Sie bleiben dort heute allerdings nicht allzu lange. Denn ein zünftiger Hüttenabend steht auf dem Programm. Die Lammhütta. Im Winter eine urige Skihütte, strahlt sie auch im Sommer ihren besonderen Charme aus. Wir wissen, wovon wir sprechen: Freuen Sie sich auf ein gutes Abendessen. 

Samstag, 7. Juli
Heimreise


Sie frühstücken gemütlich. Die Heidi hat ihr Frühstück ebenfalls bereits bekommen und erwartet Sie schon ungeduldig. Bürserberg und Vandans stehen heute auf dem Programm. Allerdings auch Koffer Packen. Denn für Sie neigt sich – aber erst heute Nachmittag – die Silvretta Classic 2012 ihrem Ende zu. Die Silvretta Classic Teilnehmer sind schon unterwegs und drehen eine kleine Runde ins Silbertal und über Bürserberg, Brand, Richtung Rankweil, Thüringerberg, Bludenz zurück nach Vandans. Wir laden heute zum Mittagspicknick ein. Und sind rechtzeitig zurück in Vandans, um die Zielankunft und die Rundkursprüfung „Großer Preis von Vandans“ mitzuerleben. Gegen 16.30 Uhr heißt es dann endgültig Abschied nehmen. Mehr oder weniger auf kurzem, schnellem Weg kurven Sie zurück nach Tübingen. Unterwegs laden wir Sie ein zu einem warmen Abendessen. Denn Sie wissen ja, nichts ist schlimmer als wie Hunger, möglicherweise nur noch Heimweh. Sobald die Heidi heimischen Boden unter ihren Gummiwalzen spürt, schnauft sie frei und erleichtert durch. Sie hat’s mal wieder geschafft. Nun darf sie ein Jahr lang träumen bis zur nächsten Silvretta Classic.

Unsere Leistungen für Sie:

  • 2 x Übernachten mit Frühstücksbüffet und 1 x Abendmehrgängemenü im Hotel Explorer in Gaschurn; Benutzung des Spa-Bereichs mit Sauna, Dampfbad, Physiotherm Infrarotkabine
  • 1 x zünftiger Hüttenabend in der Lammhütte
  • Eintritt/Führung Hymer Museum Bad Waldsee
  • VIP-Paket der Motorklassik
  • Bordfrühstück am Anreisetag
  • Mittagessen in einem Restaurant am Freitag
  • 2 x Mittagspicknick
  • Kaffee und Kuchen
  • Abendessen auf der Heimreise
  • Reiseleitung
  • Reise im Oldtimerbus Heidi


Ihr Reisepreis
:

  • Pro Person im Doppelzimmer        €  445,--
  • Einzelzimmerzuschlag                €    50,--



Kontakt/Buchung

Ich interessiere mich für diese Reise. Bitte nehmen Sie unverbindlich Kontakt mit mir auf.

Silvretta Classic

 

Busreise in unserem Saurer-Oldtimerbus, der "Heidi"

Text aus dem Boxenstop-Magazin "Freizeit und Reisen" als PDF zum Download