Königs-Pässe-Tour 2010
25.09. - 03.10.2010
Zu den Höchsten
Reise im Old-/Youngtimer
Was fällt Ihnen alles zur Schweiz ein? Wahrscheinlich viel. An erster Stelle der Käse. Der ist allgegenwärtig, gehört zu den besten. An das Schweizer Bankgeheimnis, mittlerweile löchrig geschossen wie ein Emmentaler. Den Damen und Herren Staatspräsidenten und Kanzlern der größten Wirtschaftsnationen sei es geschuldet. An Berge und Seen, Stabilität und Verlässlichkeit. An die Mehrsprachigkeit. An die zahlreichen Bergbahnen, die mittlerweile beinahe jeden Alpengipfel bedrohen. An intakte Umwelt und gesundes Klima. Möglicherweise ab und zu auch an die Volksentscheide, die zum Teil im Ausland bitter kommentiert und mit Kopfschütteln quittiert werden. Möglicherweise würden einige Fragen, die dem Volk zur Abstimmung vorgelegt werden, von uns nicht anders beantwortet.
In jedem Fall rufen viele schöne Bilder ab, wenn sie sich mit der Schweiz, unserem südwestlichen Nachbarn beschäftigen.
Deshalb wollen wir in diesem Jahr bei unserer außergewöhnlich beliebten Königspässe Tour die Schweiz in den Focus nehmen. Kein Land, zumindest in Europa, kann eine solche Pass-Dichte bieten. Ein 2000-er reiht sich an den anderen. Gleichgültig ob Sie von Ost nach West oder Nord nach Süd fahren. Immer wieder stellen sich Berge sperrig in den Weg. Und zwar richtige Pässe, zum Teil recht grantige sogar.
Boxenstop lädt in diesem Jahr zum 10. Mal zu einer Königspässe Tour ein. Für diese beliebte Rallye stellt die Schweiz kein Neuland dar. Das kann gar nicht anders sein. So groß ist Europa, zumindest „alpenmäßig“ auch wieder nicht. Insofern wird es von den Pässen her Wiederholungen geben. Allerdings haben Pässe auch zwei Gesichter. Je nach dem aus welcher Himmelsrichtung sie angesteuert werden. Aber selbst wenn sich eine Passauffahrt wiederholt, was soll`s? Ein kurvenreicher Pass ist wie eine schöne Frau: Beiden begegnet man gerne, genießt den Augenblick.
Die Königspässe Tour ist der sinnbildliche Höhepunkt aller Boxenstop Rallyes. Im wahrsten Sinne des Wortes sogar. Sie ist die richtige Tour für Fahrensleute. Aber nur für diese Kaliber. Bei jeder Königspässe Tour muss richtig gefahren werden. Zwar nicht was das Zeugs hält. Aber ganz ohne sind die Alpen absolut nicht. Die Boxenstop Königspässe Tour ist jedenfalls nichts für Seifensieder. Hier treffen sich die Echten, die Sitzfleisch und Ausdauer mitbringen. Sie haben ein besonderes Auge für Naturschönheiten, ziehen Kraft aus dem Grenzenlosen, das nur der empfinden kann, der einen Pass bezwungen hat und auf dem Gipfel verweilt.
Alle Königspässe Touren sind etwas Besonderes. Sie stellen in einigen Abschnitten nach wie vor eine echte Herausforderung dar.

Noch im vorletzten Jahrhundert haben viele die Berge als etwas unendlich bedrohliches und mühseliges verstanden. Die Menschen stellten sich den Bergen, ihrer Herausforderung nur, wenn es sich gar nicht anders hat vermeiden lassen. Da hat sich mittlerweile doch einiges geändert. Zahlreiche Pässe und Gebirgszüge sind gut erschlossen, können relativ problemlos durchkreuzt werden. Aber trotz aller Ingenieurskunst gibt es immer noch die kleinen Pässchen, meist für Omnibusse, Lastwagen und Wohnwagen gesperrt, die noch den Pioniergeist unserer Altvorderen vermitteln. Da es Boxenstop hinten herum liebt – zumindest bei seinen Rallyes, insbesondere der Königspässe Tour, sind diese Pässe das Salz in der Pässesuppe. Das mit dem Hintergedanken gilt natürlich sonst nicht. Da sind wir gerade, wählen den kurzen Weg.
Mit unseren Königspässe Touren wollen wir die Alpen in ihrer gesamten Breite und Länge überwinden. Das schaffen wir natürlich nicht auf einmal. Dafür ist das Terrain viel zu groß und interessant. Im letzten Jahr haben wir mit den Dolomiten den östlichsten Teil niedergerungen. Heuer streben wir mehr ins Zentrum, orientieren uns weiter westwärts. Dafür sind die Schweizer Pässe goldrichtig.
Je länger wir über die diesjährige Königspässe Tour nachdenken, umso schwerer tritt der rechte Fuß auf den Boden. Jawohl, der will sobald wie möglich Gas- und Bremspedale richtig bearbeiten. Schnell zwischen den beiden wichtigen Funktionseinheiten hin und her tanzen. Aber er muss sich noch ein Weilchen gedulden. Denn im November, zum Zeitpunkt der Planung, geht in den Alpen nichts. Der Winter hat sie fest im Griff, beschützt die Natur bis zum nächsten Frühjahr.
Boxenstop wird diese Reise, wie alle anderen auch, ausführlich vorbereiten und erfahren. Jeder Kilometer der im Roadbook beschrieben wird, ist abgefahren. Anders geht es nicht. Bei solchen Reisen versagen Computer und ihre Programme. Bei unseren Vorbereitungen lebt der Pioniergeist der ersten automobilen Alpenbezwinger.
Alle Teams erhalten ein ausführliches Roadbook mit Kartenmaterial. Auf dieses umfangreiche Buch können Sie sich verlassen. Da geht nichts schief. Die Königspässe Tour wird vom Boxenstop Team begleitet. Der treue grüne Volvo, mittlerweile knapp 600 000 Kilometer gelaufen und ein Servicewagen sind wie immer dabei. In diesem Servicewagen transportieren wir Werkzeug, Ersatzteile und eine Art Feldküche. Sie wird gebraucht bei den Picknicks, zu denen wir gerne einladen. Halt, beinahe hätten wir es vergessen. In diesem Servicewagen befördern wir auch Ihre Koffer von Hotel zu Hotel. Sie können somit immer mit maximalem Leistungsgewicht Kurven vernaschen.
Samstag, 25. September, Erster Urlaubstag
Keiner sollte seine Herkunft vergessen. Schon gar nicht leugnen. Das prägt und zeichnet viele Menschen aus. Übertragen auf unsere Königspässe Touren, erinnern wir uns des Jahres 2001. Damals ist der Startschuss für die erste Königspässe Tour vor dem Boxenstop, Auto- und Spielzeugmuseum in Tübingen, gefallen. So soll `s auch dieses Jahr wieder sein. Jawohl, in Tübingen geht`s los. Der Start vor dem Boxenstop hat einige Vorteile: Für die meisten ist die Anfahrt deutlich kürzer. Vor allem für die zahlreichen Teams aus Norden, Osten und Westen unserer Republik. Die meisten können Tübingen ohne Zwischenübernachtung erreichen. Zahlreiche Königspässe Tourer kennen das Boxenstop nicht persönlich. Das ist einerseits verständlich. Denn sie leben 600/800 Kilometer entfernt. Andererseits empfinden die Boxenstop Macher allein schon den Gedanken des Nichtkennens als schrecklich, total grausam. Boxenstop muss man kennen! Und drittens: Der Weg von Tübingen in die Schweiz der ist wahrlich nicht schlecht. Er bietet bereits einige fahrerische Gags und landschaftliche Schönheiten.
Bevor sich die Teams (maximal 30) auf ihre weite Reise machen, laden wir zu einem üppigen kalt/warmen Frühstücksbüffet ein. Das leibliche Wohl aller Teams liegt uns stark am Herzen. Deshalb heute schon die dringende Bitte: Erscheinen Sie nüchtern.
Nach der Teamvorstellung, einem Pflichtprogramm, geht`s los. Die Schwäbische Alb, streckenweise ein raues Mittelgebirge, gilt es als erstes zu überwinden. Die Berge haben zwar kein Gardemaß. Aber Gipfel mit über 1000 m Höhe gibt es immerhin zwei Hände voll. Diese zehn Tausender haben der Alb auch zu dem Beinamen „Schwäbischer Himalaya“ verholfen. Und Tibet ist doch so fern …..
Ihr erstes Etappenziel liegt südöstlich am Bodensee, dem schwäbischen Meer. Für nicht Schwaben: Wir können alles, nur kein Hochdeutsch. Und haben trotzdem keine Minderwertigkeitskomplexe. Denn Himalaya und Meer sind schon etwas eindrucksvolles.
Sie übernachten in einem guten 4-Sterne-Hotel im Raum Lindau.
Am Abend, um 19.30 Uhr, laden wir zum Abend-Mehrgängemenü ein. Dieses abendliche gemeinsame Essen ist uns wichtig. Wir legen großen Wert darauf, dass alle Teams sich gemeinsam einen guten Appetit wünschen können.
Schon der erste Tag hat richtig Spaß gemacht. Kosten Sie ihn so lange wie möglich aus. Die Hotelbar ist dafür die richtige Lokation.
Sonntag, 26. September, Zweiter Urlaubstag
Schon wieder sind Sie einen Tag näher an die Alpen herangerückt. Sie haben hoffentlich gut geschlafen, schauen einer schönen Herbstsonne ins Gesicht. Sie bedienen sich vom Frühstücksbüffet bevor Sie auf die zweite Tagesetappe einbiegen. Das Allgäu, Vorarlberg und das Montafon sind heute Ihr Jagdrevier. Hier toben sich alljährlich im Sommer die Teilnehmer der Silvretta Classic aus. Die Pässe werden immer höher, die 2000er Marke fällt zum ersten Mal. Nicht gleich am Morgen, aber am späten Nachmittag. Zunächst gilt es Furkajoch, Hochtannbergpass und Flexenpass sowie Arlbergpass zu überwinden. Mit der Bieler Höhe auf 2036 m sind Sie erstmals dem Himmel recht nah. Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Das hat Reinhard Mey vor 30/40 Jahren bereits festgestellt. Sie testen es heute aus.
Über Bludenz, mit einem Abstecher zu den Milka Schokoladenwerken, fahren Sie Richtung Graubünden, nach Chur.
Sie übernachten in der Kantonshauptstadt von Graubünden. Übrigens der ältesten, städtischen Siedlung in der Schweiz. Die Stadt liegt malerisch auf einem Geröllkegel. Sie wird vom bischöflichen Hof überragt. Chur zwingt sich zu einem Bummel förmlich auf. Aber nicht nach freiem Gutdünken. Wir wollen Ihnen bei einer Stadtführung Chur vorstellen. Geht`s Ihnen auch so? Finden Sie Städte bei Nacht noch eindrucksvoller als am Tag? Die Stadtführung planen wir deshalb nach dem Abendessen.
Montag, 27. September, Dritter Urlaubstag
Vorbei mit „lustig“. Heute geht`s zur Sache. Pille palle ist vorbei. In Chur sind Sie in den Schweizer Alpen angelangt.
Bevor Sie die rund 200 km lange Tagesetappe in Angriff nehmen, stärken Sie sich vom Frühstücksbuffet. Vitamine braucht der Mensch. Jeden Tag. Heute aber im Besonderen.
Gleich nach Chur beginnt der Tanz. Darf ich bitten zum Tango um Mitternacht? Ja, Sie dürfen selbst am glockhellen Tag. Kurvenreich führt die Straße hoch nach Churwalden und Lenzerheide. Die ersten 1500 Höhenmeter liegen hinter Ihnen. Tiefencastel macht seinem Namen alle Ehre. Vom Tal führt die Straße kontinuierlich nach oben zum 2284 m hohen Julierpass. Sie passieren St. Moritz im Inntal. Sie haben richtig gelesen. Hier oben in den Schweizer Bergen entspringt der grüne Inn. Sie setzen den Blinker links und biegen zum Albulapass ab. 2312 m lassen grüßen. Entlang der Strecke des berühmten Glacier-Express passieren Sie Bergün. Am Bärentritt vorbei, laden wir Sie am späten Nachmittag in Davos zu einem Stop ein.
Die 12 000 Einwohner leben in äußerst reizvoller Landschaft im gleichnamigen Hochtal, auf einer Fläche von 254 Quadratkilometern. Davos ist das zweitgrößte Gemeinwesen der Schweiz. Hätten Sie sicher auch nicht gedacht. Sie übernachten in einem guten 4-Sterne-Hotel in Davos. Um 19.30 Uhr freuen Sie sich auf ein weiteres Mehrgängemenü. Bleiben wir beim Essen: Boxenstop hat schon am Nachmittag dafür gesorgt, dass Sie nicht völlig entkräftet vom Stängel fallen. Bei einem Picknick in Gottes freier Natur haben Sie massiv dagegen angekämpft.
Dienstag, 28. September, Vierter Urlaubstag
Sie haben sich an die Höhenluft richtig gut gewöhnt. Ihr Old-/Youngtimer auch. Sein Motor wird mit dem veränderten Luft-/Gasgemisch ordentlich fertig.
Als erstes zeigen Sie dem Flüelapass, 2283 m, richtig Flagge, beweisen, was PS`e alles bewirken können. Sie fahren den altehrwürdigen Pass in Grund und Boden. Danach wartet der Ofenpass (2149 m) auf Sie. Dieser, im Grenzgebiet nach Italien liegende Pass, ist das ideale Trainingsterrain für den nächsten Gipfelsturm. Im Münster- und Etschtal sammeln Sie Kräfte. Denn nach Sponding – mittlerweile sind Sie in Südtirol angelangt - geht`s zum Pass der Pässe, dem diesjährigen Königspass: Dem Stilfser Joch. Mit 2757 m ist er einer der höchsten in Europa. Pässe haben zwei Gesichter. Sie lernen heute das schönste Gesicht des Stilfser Joch kennen: Sie steuern von Ost nach West. Und da ist das Stilfser Joch wirklich eine „geile“ Geschichte. Bitte entschuldigen Sie diesen Ausdruck. Aber er passt wirklich. Mit einer Kurve nach der anderen schrauben Sie sich immer höher bergauf. Auf dem Gipfel genießen Sie einen tollen Blick auf König Ortler. Vom Stilfser Joch geht`s bergab nach Bormio, einem bekannten Ferienort. Bormio war im letzten Jahr Station unserer Königspässe Tour. Alle haben sich im 4-Sterne-Hotel Rezia wohl gefühlt. Was hindert uns daran, die Dienste dieses Hotels ein weiteres Mal in Anspruch zu nehmen? Nichts.
Mittwoch, 29. September, Fünfter Urlaubstag
Sie lieben es auf über 2000 m. Darüber freuen wir uns und dienen Ihnen gerne. Deshalb bekommen Sie wieder einige Pässe mit dem erwünschten Gardemaß vorgesetzt. Von Bormio führen die Pässe Foscagno (2291 m) und Eira (2210 m) nach Livigno, einem der bekanntesten Wintersportorte. Aber zuvor bieten wir Ihnen mit dem Pass di Viola einen echten Knaller. Auf 2432 m sind Sie dem Himmel nun ganz nahe. Was meinen Sie, wie in dieser eindrucksvollen Bergwelt ein noch tolleres Picknick schmeckt? Keine Ahnung!? Dann lassen Sie sich mal überraschen. Boxenstop lädt dazu ein. Der Forcola di Livigno (2315 m) führt Sie zum Bernina Pass, der auch stramme 2328 m misst. Vorbei an Pontresina erreichen Sie St. Moritz, einer der modänsten Orte in den Alpen, ja überhaupt. Heute fahren Sie, im Gegensatz zu gestern, an St. Moritz nicht vorbei. Sie setzen Ihren Blinker und biegen in diese vornehme Welt ab. Sie übernachten in einem guten 4-Sterne Hotel. Wer heute Abend keine Geschichte zu erzählen weis, hat irgend etwas falsch gemacht. Aber da machen wir uns keine Sorgen. Das wird nicht der Fall sein. Beim Abendessen haben Sie dazu Gelegenheit.
Donnerstag, 30. September, Sechster Urlaubstag
Sie sagen dem Stelldichein der großen weiten Welt „Adieu“. Es fällt zugegebenermaßen nicht leicht. Denn an Luxus gewöhnt man sich gerne und das sogar recht schnell. Sie kehren St. Moritz den Rücken. Vorbei am Silvaplaner See, steigen Sie über den Maloja Pass (1815 m) außerordentlich kurvenreich bergab, nach Chiavenna. Hier können Sie die Pedale wieder wechseln. Ab jetzt steht wieder mehr das Gaspedal im Vordergrund. Ihr Bremspedal will vorübergehend nicht mehr so hart getreten werden. Gönnen Sie Ihren Bremsen die wohlverdiente Erholung. Der Splügenpass (2113 m) spült Sie wieder hinauf auf Ihre geliebte Höhe. Über ein paar kurze Kilometer entlang des Hinterrhein erreichen Sie den San Bernadino, der gerade noch über die magische 2000 m Grenze (2065 m) schlüpft. Von nun an geht es bergab, recht zügig sogar nach Bellinzona. Sie übernachten in einem guten 4-Sternehotel in der Hauptstadt des Tessins, einer Stadt, die von drei mächtigen Festungen geprägt wird.
Freitag, 01.Oktober, Siebter Urlaubstag
Aus Bellinzona können wir Sie ohne Stadtbesichtigung nicht entlassen. Das geht nicht. Ihr kulturelles Interesse würde brutal enttäuscht, ja sogar unterdrückt. Bei einer morgendlichen Stadtführung lernen Sie diese alte Festungsstadt kennen.
Aber danach hält Sie nichts mehr. Sie müssen wieder zurück in die Berge. Der Lukmanier ist fürs erste Ihr Ziel. 1914 m Passhöhe sind aber noch nicht das, was Sie heute anpeilen. Von Disentis, im vorderen Rheintal gelegen, führt der Weg wieder stetig bergauf zum Oberalbpass mit 2044 m der höchste Punkt des Glacier-Express. Sie steigen hinunter nach Andermatt. Ab Hospental geben Sie wieder richtig Gummi, stellen Sie Ihre Drosselklappen möglichst waagrecht. Der St. Gotthard (2109 m) will Leistung sehen. Die geben Sie ihm dicke. Über die alte Gotthard Passstraße, die legendäre Tremelo, nehmen Sie die letzten Kilometer nach Airolo ins Visier. Schon wieder sind Sie im Tessin. Sie übernachten in einem guten 4-Sterne-Hotel.
Samstag, 02. Oktober, Achter Urlaubstag
Vom Nufenen Pass haben Sie sicher schon gehört. Den wollten Sie immer schon mal zur Strecke bringen. Er liegt etwas abseits, gehört aber mit seinen 2478 m zu den höchsten Pässen der Alpen. Von Airolo starten Sie entlang dem Ticino. Nehmen Sie ruhig einen guten Anlauf für die rund 18 % steilen Rampen.
Hinter Dir geht’s abwärts, vorwärts steil bergauf. Wolfgang Ambros hat in seinem Musical „Watzmann“ die Bergwelt schon passend besungen und nicht nur die. Ihr nächstes Ziel ist das Rhone-Tal. Über Oberwald erreichen Sie Gletsch. Hier gehen zwei Pässe elegant ineinander über. Der Furka Pass Richtung Andermatt und der Grimsel Pass Richtung Meiringen. Sie entscheiden sich für den Grimsel, schrauben Sie sich über die zahlreichen Rampen auf 2165 m hoch. Aus dem folgenden Haslital biegen Sie in Innertkirchen ab und nehmen den extrem kurvenreichen Susten Pass (2224 m) unter die Räder. Aber mit dem dritten Pass haben Sie Ihr heutiges Pensum noch nicht geschafft. In Altdorf, der Kantonshauptstadt von Uri, winken Sie Wilhelm Tell zu. Hier steht er, ein Muster von einem Mannsbild, allerdings in Stein gemeißelt. Bekanntlich übertreiben Bildhauer ab und zu..... Der Klausenpass mit 1948 m stellt sich Ihnen als letzter Pass in den Weg. Bergab, auf der Strecke des berühmen Klausenpass Memorials – nächste Startgelegenheit 2011 - erreichen Sie den Walensee. Wenige Kilometer später ist in Rapperswiel, malerisch am Zürichsee gelegen Endstation. Sie übernachten am Zürichsee in einem guten 4-Sterne Hotel.
Wenn Sie heute Abend Ihr Fahrzeug auf dem hoteleigenen Parkplatz abstellen, können Sie sich bei ihm bedanken. Es hat sie treu und zuverlässig über die schönsten Alpenpässe gebracht. Aber vergessen Sie vor allem Ihre Co-Pilotin oder Ihren Co-Piloten nicht. Denn auf dem Beifahrersitz wurde navigiert. Von hier kamen die entscheidenden Signale, damit Sie auf dem rechten Pfad unterwegs waren. Wie wär`s mit einer herzlichen Umarmung oder etwas mehr? Keine Sorge, das Boxenstop Team schaut artig zur Seite – und macht`s Ihnen nach. Je nachdem, mal sehen.
Heute Abend dürfen Sie sich auf ein besonders gutes Menü freuen. Wir haben die Hotelküche mit ein paar zusätzlichen „Fränkli“ angefeuert.
Sonntag, 03. Oktober, Neunter Urlaubstag
Abschied nehmen tut so weh, fällt richtig schwer. Nach diesen acht Bergtagen sowieso. Sie sind vergangen wie im Flug. Sie haben hoffentlich bei schönstem Spätsommer-Herbstwetter einmal mehr Berge in ihrer schönsten Pracht vorgefunden. Bei allen Boxenstop Königspässe Touren konnten unsere Teams mit wenigen, oftmals nur Stunden dauernden Ausnahmen, Bombenwetter genießen. Warum soll dies 2010 bei 25 Jahre Boxenstop anders sein?
Nach dem Frühstück vom Büffet müssen Sie sich erstmals wieder selber um Ihren Koffertransport bemühen. Individuell geht`s zurück in die Heimat.
Unsere Leistungen für Sie:
- 8 x Übernachtung mit Frühstücksbüffet in guten Hotels (4-Sterne) inkl. Abendmehrgängemenü
- Stadtführung Chur
- Stadtführung Bellinzona
- Mehrmals Mittagspicknick
- Koffer- und Pannenservice
- Detailliertes Roadbook und Straßenkarte
- Reisebegleitung und mordsmäßig Fahrspaß
Ihr Reisepreis:
Pro Person € 1.280,--
Einzelzimmerzuschlag € 290,--
Änderungen vorbehalten




