Festival of Speed in Goodwood 2010

30. Juni - 04. Juli 2010
Racing on the Green
Die Große Gartenparty
Komfortbusreise
Wir wollen Sie testen. Im speziellen Ihre Motorsport - Kenntnisse. Jawohl, das muss auch mal sein. Machen Sie bitte mit. Let´s go.
Jacky Ickx Auto Union Type C, Nick Mason Auto Union Type D, Rob Hall Auto Union Type D, Jochen Mass Mercedes-Benz W25, Tony Dron Mercedes-Benz W125, Stirling Moss Mercedes-Benz W196, Geoff Farmer Lotus 29B, Eddie Irvine Ferrari 312 T3, Arturio Merzario Ferrari 126C4, Martin Donnelly Lotus-Renault, Takuma Sato Benetton-Ford, Alan Jones Williams-Cosworth, Nico Hulkenberg Williams-Cosworth, David Coulthard Williams-Renault, Adrian Newey Williams-Renault, Damon Hill Williams-Renault, Walter Röhrl Audi Sport Quattro, Frank Biela Audi 90 Quattro IMSA, Tylor Earnhardt Chevrolet Monte Carlo, John Rhodes Austin Mini Cooper S, Johnny Herbert Honda Civic Type R, Dirk Müller BMW M3, Jacques Laffite Morgan Aero Supersports, Hannu Mikkola Ford Escort, Stig Blomqvist Audi Quattro, Sammy Miller AJS Porcupine, Phil Read Gilera 500 Quattro, Colin Seeley BMW 750, Jos Schurgers Yamaha, Tommy Robb Yamaha , Chas Mortimer Yamaha OW23, Charlie Williams Yamaha OW45, Ralph-Dieter Bonhorst Windle Yamaha TZ700, Max Biaggi Aprilia RSV4, Mick Doohan Honda CBR, Carlos Checa Honda CBR, Marc Gené Ferrari F2008, Mark Webber Red Bull, Timo Glock Toyota, Jenson Button Brawn-Mercedes, David Piper Porsche 917, Richard Attwood Porsche 917, Jackie Oliver Porsche 917, Brian Redman Porsche 917, Derek Bell Porsche 917/30, Klaus Bischof Porsche 936, Steve Soper BMW V12, Allan McNish Audi R8, Marco Werner Audi R10,...
Bitte machen Sie noch nicht schlapp. Wir wollen mehr, Sie hoffentlich auch:
Rauno Aaltonen Austin Mini Cooper S, Björn Waldegard Lancia Stratos, Hannu Mikkola Audi Quattro A2, Sébastien Loeb Citroen C4.
Jetzt reichts. Das sehen wir auch so. Aber weshalb eigentlich die gesamte Mühe? Erinnern Sie sich an all diese (großen) Rennfahrer? An die überwiegend alten Haudegen? Ihre legendären Rennschlachten? Wollen Sie diesen Herren mal (wieder) hautnah begegnen? Möglichst allen auf einmal? Wieder einmal ihre Fahrkünste auf zeitgenössischem Material hören, riechen, sehen? Jetzt werden Sie sicher ungeduldig. Gibt´s doch gar nicht. Das kann ja gar nicht sein. Doch, das gibt´s, das ist möglich. Uns liegt es fern, Sie zu veräppeln oder ins Reich der Rennmärchen zu entführen. Nein, wir empfehlen Goodwood, sein Festival of Speed. Dieses rennsportgesellschaftliche Event gehört zum Muss. Da müssen Sie hin. Und wenn Sie möglichst komfortabel Goodwood erleben wollen, dann drängt sich das Boxenstop förmlich auf.
Jetzt mal ganz ehrlich: Wir haben unseren Reisetext mit der stark verkürzten Starterliste von Goodwood 2009 begonnen. Wir geben´s gerne zu. Wir wollten Ihnen den Mund wässrig machen. Aber nicht nur das. Vor allem wollten wir Ihnen einen Überblick über das geben, was sich über drei Tage im riesengroßen Park von Goodwood, der Heimat von Lord March abspielt.
In jedem Jahr wählen die englischen Macher ein besonderes Motto. Im letzten Jahr glänzte der Goodwood-Stern besonders hell:
“True Grit
Epic feats of endurance”
Wir wissen heute noch nicht, welches Motto Lord March und sein Team in diesem Jahr mit Leben erfüllen möchte. Ist uns eigentlich auch gar nicht so wichtig. Denn was Lord March, seine Freunde nennen ihn Charles, auf den Weg bringt, hat Hand und Fuß. Sicher wird er wieder einmalige, ja sensationelle Fahrzeuge und Rennfahrer von der Leine lassen.
Wer zum 16. Mal zu einer solchen Veranstaltung einlädt, läuft immer ein hohes Risiko, dass ihm die Ideen ausgehen. Diese Sorge hat uns streckenweise in Goodwood auch befallen. Wir glaubten, der Zenit sei erreicht. Aber weit gefehlt. Was Lord March 2009 aufgetischt hat, war schlichtweg eine Sensation, hat alles bisher da gewesene in den Schatten gestellt. Goodwood 2009 war so erfrischend, lebendig, abwechslungsreich, neu - selbst für ganz erfahrene Goodwood-Gänger. Und das kann das Boxenstop für sich in Anspruch nehmen. Seit der zweiten Veranstaltung sind wir mit einer Ausnahme immer gen England gepilgert. Wir sind deshalb total zuversichtlich, dass Goodwood 2010 einen neuen Stern glühen lässt.
Das Boxenstop-Team hat auch schon seinen Teil zur Qualität von Goodwood beigetragen. 2006 haben wir mit unserem Lloyd- Weltrekord-Rennwagen, der weißen Maus, zum erlauchten Kreis der Starter dazugehört. Das war gar nicht ganz schlecht. Für 2010 bemühen wir uns wieder um ein entsprechendes Ticket. Wenn uns ein weiterer Start ermöglicht wird, könnten wir unseren Gästen noch mehr Goodwood bieten. Mal sehn. Hoffentlich klappt´s. Halten Sie uns bitte Ihre Daumen.
Mittwoch, 30.6.
Morgens um 7 Uhr verlässt der Schnaith-KM-Komfort-Reisebus den Betriebshof in Tübingen. Dort stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Über die Autobahn Karlsruhe - Koblenz - Aachen führt der Weg nach Belgien. Unterwegs bieten wir gerne weitere Zustiege an.
Wir laden Sie auf der Anreise zu unserem beliebten Bordfrühstück mit Kaffee und selbstverständlich zu einem Mittagspicknick ein. Denn wer hungert, kann eine so schöne Reise einfach nicht richtig genießen.
In Lüttich verlassen Sie die Autobahn Richtung Brüssel. Wir nehmen ein wenig Geschichtsunterricht. Kann nicht schaden. Tut’s auch nicht.
Zirka 20 km südlich von Brüssel liegt Waterloo, das berühmte Schlachtfeld, auf dem Napoleon I. von den verbündeten Engländern, Deutschen und Niederländern entscheidend besiegt wurde. Der Herzog von Wellington und der Preuße, Marschall Blücher haben dem kleinen Franzosen den Scheitel stramm gezogen. Nach dieser vernichtenden Niederlage reichte es der Grande Nation, musste ihr einst hochverehrter Kaiser endgültig abdanken und sich nach St. Helena auf seinen letzten Weg machen. Was dort mit ihm geschah, haben die Wissenschaftler vor geraumer Zeit endgültig geklärt: In seinen Haarspitzen wurden Reste von Arsen gefunden. Napoleon wurde ganz schnöde vergiftet. Das entspricht eigentlich nicht der feinen englischen Art.
Die Schlacht in Waterloo hat das Verhältnis zwischen Frankreich und England nachhaltig geprägt. Nicht gerade zum Besten, wie wir wissen. Die Belgier haben mit einem hohen Aufwand die Schlacht soweit irgend möglich rekonstruiert. Mitten im Schlachtfeld erhebt sich ein 45 m hoher Hügel. Von seiner Spitze blickt ein gusseiserner Löwe grimmig nach Frankreich. Der Löwe genießt einen tollen Ausblick. Sie auch, sofern Sie diesen Hügel erklimmen. Am Fuß des Hügels liegt ein kleines Museum. Dort wird die Schlacht in einem 360° Panorama ganz eindrucksvoll in Erinnerung gerufen. Waterloo stimmt Sie nachdenklich. Wenn Sie dieses nunmehr 200 Jahre zurückliegende Gemetzel sehen, sind Sie den regierenden Staatsmännern für ihre heutige Weitsicht dankbar.
Der Herzog von Wellington begegnet Ihnen häufig in England. Nach dem Geschichtsunterricht in Waterloo wissen Sie, wo er seinen unsterblichen Ruhm begründet hat.
Von Waterloo aus umfahren Sie Brüssel südwestlich Richtung Kanalküste und Frankreich.
Am Abend erreichen Sie Calais. Mitten in der Stadt, im Vier-Sterne Hotel Holiday Inn halten Sie Einzug. Das Hotel macht von außen nicht den besten Eindruck. Aber es hat starke innere Werte. Deshab kann es wirklich bestens empfohlen werden. Nach einem guten französischen Mehrgangmenü gönnen Sie sich noch zwei Dinge: Sie bummeln in der Innenstadt von Calais oder hinüber zum Hafen. Und zum Zweiten: Die Bar des Hotels ist soooo verlockend.
Donnerstag 01.07.
Gut ausgeschlafen, richtig erholt bedienen Sie sich vom untypisch üppigen französischen Frühstücksbuffet. Auf kurzem Weg erreichen Sie den Fährhafen. Mit P&O Stena Line setzen Sie nach Dover über. Die Fährgesellschaft genehmigt sich dafür knapp 90 Minuten. Schon von weitem grüßen Sie die weißen Felsen, die „White Cliffs of Dover“. In England angekommen, spüren Sie recht schnell, dass hier die Uhren anders gehen. Bleiben wir bei der Zeit: Sie müssen Ihre Uhr um eine Stunde zurück stellen. Ab jetzt gilt Greenwich Time. Wir könnten Ihnen auf dem Weg nach London so viele Sehenswürdigkeiten zeigen. Aber dafür haben Sie heute keine Zeit. Sie peilen das Imperial War Museum in Duxford, 15 km südlich von Cambridge, an. Geht´s Ihnen auch wie vielen Liebhabern alter Autos und Motorrädern? Sie interessieren sich ebenfalls für Flugzeuge, Düsenjäger, alles was kontrolliert in die Luft abhebt. Duxford ist eines der besten und interessantesten Flugzeugmuseen Europas, wenn nicht sogar weltweit. Spitfire, Hurricane, Mustang, Lightning, Wellington, Lancaster, Douglas Dc 3, Dacota, aber auch die gute alte Tante Ju 52 werden ausgestellt. Duxford ist ein aktiver Flughafen. Mit etwas Glück sehen Sie den einen oder anderen alten Vogel in die Luft abheben. Dieses Museum und sein Areal werden Sie begeistern. Da sind wir sicher.
In Duxford laden wir selbstverständlich zu einem weiteren Picknick ein. Das muss nach diesen vielen schönen Eindrücken einfach sein.
Am Nachmittag geht die Reise zurück an die Küste. Vorbei an London erreichen Sie am Abend Ihr Hotel im Raum Portsmouth. Beim Abend-Mehrgangmenü können Sie einen ganz interessanten Reisetag Revue passieren lassen.
Freitag 02.07.
Heute sind Sie am Ziel Ihrer Träume. Sie betreten das tolle und außergewöhnlich großzügige Areal von Goodwood.
Zunächst bedienen Sie sich vom traditionellen „Full english breakfast“. Das gehört zu einer Boxenstop-England-Reise. Das muss sein. Wenn Sie sich alle Frühstücksgänge geben wollen, und derer gibt es viele, bauen Sie bis weit in den Mittag vor.
Im Komfort-Reisebus geht´s auf der regelmäßig wegen des Festival of Speed überlasteten A27 nach Goodwood. Sie reisen ganz nah an das Veranstaltungsgelände heran. Sie betreten das frische englische Grün mit einer gewissen Ehrfurcht. Denn immerhin führt es Sie in das Mekka des historischen Motorsports. Vorbei an Cathedral Paddock schreiten Sie vorbei am Cartier Style et Luxe, zum Goodwood House. Vor dem imposanten Schloss erstellt jedes Jahr ein namenhafter Automobilhersteller ein automobiles Monument. Im letzten Jahr setzte Audi den berühmten Punkt auf das i. Bei Nacht wurden die beiden hoch über dem Boden schwebenden Audi-Rennwagen sogar mit Laser angestrahlt. Eine Disco war dagegen eine lahme Veranstaltung. Hinter Goodwood House befindet sich das Fahrerlager für die Formel 1- Rennfahrzeuge. Sie dürfen dieses Areal wie den gesamten Bereich ohne weitere Kontrolle, ohne Zusatzticket betreten und die Rennboliden hautnah betrachten. So etwas gibt´s auch noch. Immer wieder wird Ihr Blick von den Fahrzeugen abschweifen, weil Sie in Ihrer unmittelbaren Nähe einen großen Rennfahrer erblicken. Die Stunden in Goodwood vergehen wie im Flug. Beim ersten Mal wissen Sie gar nicht richtig, wohin Sie sich orientieren sollen. Aber keine Sorge: Boxenstop ist dabei, begleitet Sie und gibt Ihnen wertvolle Tipps.
Freitags werden die Trainingsläufe durchgeführt. Das hält aber die großen Stars nicht davon ab, draufzuhalten wie eh und je. Einmal Racer, immer Racer. Am Freitag herrscht noch nicht der große Andrang wie an den folgenden Tagen. Sie können alle Fahrzeuge in Ruhe bestaunen, finden immer wieder an der Strecke einen freien Platz. Seit Jahren bieten wir den Freitag und Samstag als Besuchstage an und verzichten ganz bewusst auf den Sonntag. Das ist gut so. Denn am letzten Tag stößt selbst Goodwood an seine Grenzen. Dann muss man sich Goodwood wirklich nicht geben, zumal freitags das volle Programm abläuft.
Unsere KulTour – Gäste bleiben im Komfort-Reisebus sitzen. Für Sie führt die Reise nach Winchester. Erinnern Sie sich noch an das Lied „Winchester Cathedral“? Jawohl, die Kathedrale von Winchster hat in der englischen Geschichte schon seit jeher immer eine wichtige Rolle gespielt. Immerhin war Winchester vor vielen Jahrhunderten die Hauptstadt des englischen Königreichs. Gut, das ist schon ein Weilchen her. Aber immerhin. Der englische Romantiker Keats hat voller Begeisterung das über dem River Itchen gelegene, harmonisch in die Hügel der South Downs eingebettete Winchester hochgejubelt: „Eine angenehme Stadt, bereichert durch eine wunderschöne Kathedrale, umgeben von saftigen Wiesen“. Sie lernen Winchester bei einer ausgiebigen Stadtführung kennen. Vor allem die Kathedrale. Sie misst stramme 164 m Länge und ist damit der größte Sakralbau auf der britischen Insel. Sie haben genügend Zeit, Winchester auf eigene Faust kennenzulernen. An den zahlreichen kleinen Läden in der Altstadt mit ihrem netten Angebot kommen Sie fast nicht ungestreift vorbei. Für eine Pause empfehlen wir Ihnen einen altehrwürdigen Pub, den „Wykeham Arms“. Er liegt an der Ecke Canon Street/ Kingsgate Street.
Kennen Sie Jane Austen, die bekannte englische Schriftstellerin? Sie hatte in Chawton einen kleinen beschaulichen Ort, nahe Winchester, ihren Altersruhesitz. Hier lebte sie nahezu zwanzig Jahre zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Schwester. In dem über 300 Jahre alten Gebäude ist ein Museum mit Manuskripten, Illustrationen und anderen Erinnerungsstücken der Literatin eingerichtet. Sie werden dieses Museum besuchen. Danach geht´s zurück nach Goodwood. Um 18 Uhr treffen sich alle Gäste auf dem Busparkplatz. Gemeinsam geht´s Richtung Hotel. Aber nicht direkt. Zunächst laden wir Sie in ein richtig gutes, für englische Verhältnisse sogar untypisch gutes Restaurant zu einem Mehrgangmenü ein. Als wir dort 2009 erstmals mit einer Gruppe diniert haben, kam ganz zwangsläufig die Frage nach dem Koch. Steht hier etwa ein Franzose in der Küche? Oder ein deutscher Spitzenkoch? Nein. Ein Engländer sorgt für das leibliche Wohl seiner Gäste. Das können Sie kaum glauben. Wahrscheinlich hat der Mann starke französische Gene. Anders kann das nicht sein.
Nach einem guten Mehrgangmenü geht es zurück ins Hotel. An der Bar kommt bestimmt keine Langeweile auf. Kann gar nicht. Jeder weiß Schönes vom Tag zu berichten.
Samstag 03.07.
Heute morgen können wir Ihnen leider eine kleine Unannehmlichkeit nicht ersparen. Sie müssen Ihre Koffer wieder in den Komfort-Reisebus verladen. Denn heute Abend übernachten Sie nicht mehr in Portsmouth. Sondern kurz vor Dover. Zunächst genießen Sie jedoch erneut das englische Frühstücksbuffet, essen Speck, Bohnen, Würstchen, Tomaten, Kartoffelpuffer, Pilze, gebratene Eier, also all das, was Ihnen Ihr Arzt möglicherweise nicht, zumindest nicht bereits am Morgen empfehlen würde. Aber der ist ja hoffentlich heute nicht dabei. Und wir werden nichts verraten. Darauf können Sie sich verlassen.
Goodwood mit seinem Park steht für alle Gäste auf dem Programm. Diejenigen, die bereits gestern hier waren, können die restlichen Flächen, das In-Field besichtigen. Dort stellen die Sponsoren, vor allem die großen Automobilhersteller ihre Produkte aus. An zahlreichen kleinen Ständen könnten Sie verführt werden. Das Angebot an Automobilia, Kunstdrucken, Kleidung kann sich sehen lassen. Die Gäste, die zum ersten Mal in Goodwood einlaufen werden von einer gewissen Hektik befallen. Goodwood an einem Tag ist fast nicht zu machen. Hier gilt es, Prioritäten zu setzen. Klar, das Formel 1- Fahrerlager ist Pflicht. Liebhaber von Rallye – Fahrzeugen machen sich auf in das kleine Wäldchen, wo Rallye-Asse ihren fahrbaren Untersatz gnadenlos durch den Wald und über „Hubbeln“ prügeln.
Ein guter Platz an der Strecke will samstags erarbeitet werden. Aber wenn man langsam, mit Bedacht immer höflich nach vorne drängelt, kommt man schlussendlich auch ans Ziel. Allerdings: Drängeln wird hier wie in England insgesamt nicht so gerne gesehen. Aber ein klein bisschen, ganz leicht deutsch das geht. Aber trotz aller Autos, Motorräder und dem ganzen Treiben, sollten Sie sich die Zeit für das interessante Drumherum nehmen. Setzen Sie sich ins Gras, gönnen Sie sich ein Guinness, lauschen Sie einer der zahlreichen Musikkapellen. Goodwood sorgt für beste Unterhaltung. Es ist schon gnadenlos: 2009 donnerte der spätere Formel 1- Weltmeister Jenson Button auf seinem Brawn mit 18.000 Umdrehungen den Berg hoch. Das Geräusch war beeindruckend, konnte aber der Rock und Pop- Musik wirklich nichts antun. Auf der Bühne Janis Joplin „Me and Bobby Mc Gee“. Natürlich nicht selbst. Das geht ja seit ein paar Jahren bekanntlich nicht mehr. Auf dem Asphalt die schnellen Jungs von gestern und heute. Mal sehn, was Mr. Button in diesem Jahr mit den McLaren reißt. Hoffentlich bereut der Gute diesen Schritt nicht doch noch.
In der Mittagspause donnern Flugzeuge, meist Düsenjets der Red Arrows mit atemberaubenden Flugkünsten über das Terrain. Die tollkühnen Piloten legen den Gashebel so weit um, dass die Turbinen rotglühend für absoluten Vorschub sorgen. Sie stechen senkrecht in die Luft, fliegen Formationen, die ein normaler Mensch kaum für möglich hält und schon gar nicht aushält. Die Engländer bekommen immer ganz glänzende Augen, wenn der Senkrechtstarter, ihr Harrier, in Aktion tritt, was allerdings nicht jedes Jahr der Fall ist. Man hat den Eindruck, dass sie bis heute noch nicht recht glauben können, zu welcher Ingenieurskunst ihre Landsleute in der Lage waren. Der Harrier ist der absolute Liebling der Nation.
Am späten Nachmittag müssen leider alle Gäste von Goodwood Abschied nehmen. Bye bye Love, bye bye Goodwood! Für ein Jahr ist nunmehr wieder Sendepause. Halt! Das stimmt nicht ganz! Im September lädt Lord March auf seinem Circuit zu seinem berühmten Revival ein. Das ist zwar eine ganz andere Veranstaltung. Aber die Unterhaltung steht dort genauso weit oben wie am Berg in Goodwood Park.
An London vorbei erreichen Sie am frühen Abend Hythe, unmittelbar an der Küste gelegen. Sie übernachten im Hotel Mercure Imperial. Diese Küche wird Sie ebenfalls irritieren. Sie ist nämlich auch richtig gut. Irgendwann können die bekannten Vorurteile gegen die englischen Kochkünste nicht mehr aufrecht erhalten, müssen ad acta legen.
Wir wär´s am Abend mit einem Spaziergang entlang des nur wenige Meter vom Hotel entfernten Strandes? Wir empfehlen Ihnen diesen Verdauungsspaziergang. Lassen Sie den warmen Wind vom Meer, vom Ärmelkanal, durch Ihr Haar streichen, rufen Sie die Bilder der letzten Stunden in Ihrem Gedächtnis ab.
Sonntag 04.07.
„This could be the last time“, so hat Mick Jagger in den 60ger Jahren mit seinen Rolling Stones ins Mikrofon gebrüllt. Mit diesem Lied auf den Lippen legen Sie die wenigen Kilometer nach Dover Harbour zurück. Klar, Sie haben nochmals das englische Breakfast genossen. Denken Sie daran: Ab morgen gibt es wieder Gsälzbrot, auf Hochdeutsch Marmeladenbrot. Und dann ist es nichts mehr mit einem so üppigen Frühstück. Hausmannskost, die deshalb aber nicht schlecht sein soll, ist wieder angesagt. Mit dem Fährschiff setzen Sie von Dover nach Calais über. Auf kurzem Weg mit einigen Pausen geht´s an Brüssel vorbei zurück nach Tübingen. Gegen 23 Uhr gehört Goodwood mit seinem Festival of Speed, die Boxenstop-Reise endgültig der Vergangenheit an.
Unsere Leistungen für Sie
- 4 x Übernachten mit englischem Frühstück und Abendmehrgängemenü in guten Mittelklasse-Hotels (4-Sterne), davon 1 x im Restaurant auswärts
- Fährpassagen Calais - Dover - Calais
- Führung Waterloo
- Besichtigung Imperial War Museum Duxford
- KulTour: Staadtführung Winchester, Eintritt Jane Austin Museum
- Tageskarte Festival of Speed am Samstag
- Bordfrühstück auf der Anreise
- Picknick
- Kaffee und Kuchen
- Reiseleitung
- Bordservice
- 4-Sterne-Komfortbusreise nach gbk
Ihr Reisepreis
pro Person € 795,-
Einzelzimmerzuschlag € 160,-
Eintrittskarte Freitag (Aufpreis auf das KulTourprogramm) € 30,--
Aufpreis Tribünenkarte Freitag € 75,-
Aufpreis Tribünenkarte Samstag € 110,-






