25. - 28. Mai 2010: Uhren Spezial
Uhren Spezial
Ins Herz der hohen Schweizer Handwerkskunst
Nicht für jeden, aber für Liebhaber hochwertiger Armbanduhren
Eigentlich könnten wir das Programm für die Uhren Spezial ganz kurz halten. Denn wir legen gleich zu Beginn alle Karten, jede ein Ass auf den Tisch.
Eterna Grenchen
La Joux Perret La Chaux-de-Fonds
Girard Perregaux La Chaux-de-Fonds
Zenith Le Locle
Uhrenmuseum Le Locle
Fachkundliche Beratung und Reiseleitung durch Herrn Michael Philip Horlbeck, Verfasser mehrerer Uhren-Nachschlagewerke.
Dem Kenner und Liebhaber schöner Chronographen reicht diese Aufzählung. Er weiß, ihm wird in vier Tagen Außergewöhnliches geboten, etwas, was sich der einzelne in dieser Fülle nicht gönnen kann. Jedenfalls nicht für gute Worte.

Boxenstop und sein Berater, Michael Horlbeck machen´s jedoch möglich. Wer Boxenstop kennt, weiß, dass wir erfinderisch und ziemlich kreativ sind, wenn es gilt, unseren Gästen Außergewöhnliches zu bieten. Bei Autos, Motorrädern und Spielsachen bestehen seit Jahren beste Kontakte zu Herstellern und Sammlern. Da geht vieles relativ leicht zur Hand. Selbst bei Uhren öffnen wir mittlerweile bei den Manufakturen Türen, die Besucher grundsätzlich gerne empfangen. Aber es gibt auch andere. Die etwas Verschlosseneren, die mehr im Stillen wirken. Sie agieren am Markt aber genauso erfolgreich. Wer bei solchen Manufakturen um Einlass nachsucht, muss harte Bretter bohren und „Vitamin B“ nachweisen. Sie kennen ja den Spruch: „Beziehungen schaden nur dem, der sie nicht hat“ – getreu diesem Motto können wir in diesem Jahr in Manufakturen einladen, deren Besuch wir vor geraumer Zeit für nicht möglich gehalten haben.
Vor allem ist es uns gelungen, und darüber freuen wir uns mordsmäßig, La Joux Perret für unsere Gäste zu gewinnen, den neben ETA sicherlich bedeutendsten Hersteller von Rohwerken und Komplikationen. Seit nunmehr 9 Jahren laden wir zu Uhren Spezial ein. Aber noch nie erhielten wir grünes Licht bei einer vergleichbaren Manufaktur.
Jedes Uhren Spezial hatte seine Highlights, seine Klasse. Daran knüpft das diesjährige nahtlos an. Mit einem durchgängig hochwertigen Programm. Bei dieser Reise wird Spezialwissen vermittelt. Hier geht es nicht darum, die zahlreichen Manufakturen im Schweizer Jura nur von außen zu zeigen. Nein, die Boxenstop-Gäste können tief ins Innerste blicken. Das ist schon etwas Besonderes, ja Außergewöhnliches. Und deshalb ist diese Reise den Spezialisten und Liebhabern vorbehalten.
Zu unserem fachlichen Berater Herrn Horlbeck wollen, ja müssen wir einige Worte verlieren. Er hat mehrere Bücher, unter anderem den „Armbanduhren-Klassik-Katalog“ herausgegeben.
Dieser anerkannte Fachmann begleitet die Reisegruppe und bringt seine Fachkunde ein. Er steht für Diskussionen mehr oder weniger rund um die Uhr zur Verfügung.
Dienstag, 25. Mai, Anreise
Um 7 Uhr startet die „Charlotte“, der Vier-Sterne-Komfortreisebus von Schnaith KM-Reisen vom Betriebshof Schnaith in Tübingen. Unsere Gäste können ihren PKW dort parken. Über die Autobahn geht´s an die Schweizer Grenze. Unterwegs servieren wir Ihnen unser beliebtes Bordfrühstück.
Vorbei am schweizer Koblenz und Baden erreichen Sie Solothurn. Dort startet mehr oder weniger das hochkarätige Uhrenseminar. In Solothurn passieren Sie die dortige Uhrmacherschule und das Betriebsgelände der Uhrenfirma Roamer. Sie wissen, das ist die Marke mit den patentierten wasserdichten Gehäusen. In Langendorf befand sich ehemals die größte Uhrenfabrik der Welt, die Langendorf Watch Co. (Lanco). Vom früheren Glanz ist allerdings nichts mehr übrig geblieben. Das ehemalige Gelände ist mit einem Supermarkt überbaut. Von Tradition keine Spur...
In Bettlach war einst die Uhrenfirma Ebauches Bettlach, Hersteller preiswerter Stiftankeruhren zu Hause. Ebauches Bettlach hat mit seinen Rohwerken die Grundlage für die erfolgreichen Stoppuhren der Marke Heuer geschaffen. In Grenchen, Ihrem ersten Ziel, passieren Sie das Produktionsgebäude von Swatch. Früher wurden dort für jeden deutlich sichtbar die aktuellen Produktionszahlen angezeigt. Das ist mittlerweile Geschichte. Offenbar ist diese Information heute nicht mehr so attraktiv.
Sie passieren die modernen Produktionshallen von ETA, dem ehemaligen Stammsitz der Eterna.
Ihr erster Besuch gilt Eterna, einer Marke, die auf eine über 150jährige Geschichte zurückblicken darf. Das Unternehmen wurde 1856 von Urs Schild, ursprünglich Lehrer in Grenchen, und dem Arzt Dr. Girard gegründet. Beide wollten in der verarmten Gegend Arbeitsplätze schaffen. Eterna entwickelte sich zur Triebfeder der Uhrmacherei in dieser Region, zu einem der bedeutendsten Unternehmen in der Schweizer Uhrenbranche. Neben der Produktion von Uhren wurde mit der Gründung der ETA der weltweit wichtigste Produzent von Uhrwerken auf den Weg gebracht.
Die Uhren aus dem Hause Eterna zeichnen sich durch Ihre Widerstandsfähigkeit und Zuverlässigkeit aus. Vor allem bei Expeditionen konnte ihre Qualität unter Beweis gestellt werden. Thor Heyerdahl hat bei seiner Pazifiküberquerung auf dem Balsaholzfloß „Kon-Tiki“ eine Eterna am Handgelenk getragen. „Kon-Tiki“ wurde später zum Namengeber für Generationen von Sportuhren.
Eterna ist immer wieder mit wegweisenden Innovationen in Erscheinung getreten. 1914 wurde der erste Armbandwecker, 1948 der erste kugelgelagerte Aufzugsrotor vorgestellt. Wir wollen Ihnen heute bewusst nicht alle technischen Meisterleistungen aus dem Hause Eterna vorstellen. Sonst ginge der Reiz flöten. Ein bisschen Spannung muss schon sein.
Bei einer Führung spüren Sie die große Tradition dieses Unternehmens, lernen Sie eine der besten Uhrenmanufakturen näher kennen.
Mit Eterna schaffen wir einen Auftakt nach Maß.
Am späten Nachmittag verlassen Sie Grenchen Richtung La-Chaux-de-Fonds/ Le Locle. Sie übernachten im 4-Sterne Hotel Trois Rois im Stadtkern von Le Locle. Freuen Sie sich auf ein gutes Mehrgängemenü.
Zahlreiche Gäste der bisherigen Uhren Spezial haben von den abendlichen Fachdiskussionen geschwärmt. Das wird bei dieser Reise nicht anders. Im kleinen Kreis lässt sich einfach spannend fachsimpeln.
Mittwoch, 26. Mai, Uhrmacherkunst-Handwerkskunst
Heute zünden wir ein weiteres famoses Feuerwerk. Sie besuchen einen bedeutenden Werkehersteller. Vor nicht allzu langer Zeit hätten wir nicht daran zu glauben gehofft, dass wir Ihnen den Besuch bei La Joux Perret ermöglichen können. Aber es hat geklappt. Wir melden Vollzug.
Zunächst stärken Sie sich vom Frühstücksbüffet, wappnen sich für den Tag. Danach geht´s im Komfortreisebus zum „stillen Riesen“ unter den unabhängigen Werkeherstellern. La Joux Perret gehört zu den verschwiegensten insgesamt. Über seine Kunden erfahren Sie mehr oder weniger nichts. Sie besichtigen den hochmodernen Fertigungsbetrieb, aber auch den Bereich, wo die Rohwerke entwickelt werden.
Zu den bekanntesten Kalibern gehört die 7750 sowie das neu aufgelegte Armbandweckerkaliber AS 5008.
Diese Werksführung wird hochinteressant. Da dürfen Sie sich auf viel Fachinformationen freuen.
In der Mittagspause laden wir zu einem Picknick ein. Danach besichtigen Sie die Uhrenmanufaktur British Masters, die zu La Joux Perret gehört. Bei einer weiteren Führung werden Sie erneut mit viel Fachwissen „vollgepumpt“. Morgens die Kaliberproduktion, nachmittags die Uhrenherstellung. Alles zusammen ergibt ein imposantes Gebilde.
Am späten Nachmittag geht´s zurück ins Hotel. Sie bleiben aber nicht lange. Denn wir laden Sie zu einem Fondue-Essen ein, wie es sich für den Schweizer Jura, oder insgesamt für die Schweiz gehört,. Im Komfortreisebus geht´s in ein etwas abseits gelegenes Restaurant wo Sie ein klassisches, traditionelles Fondue genießen dürfen.
Wer so viel Interessantes tagsüber leistet, soll abends gut essen.
Donnerstag, 27. Mai, Manufaktur pur
So wollen wir den heutigen Uhrentag überschreiben. Sie besuchen Girard Perregaux, eine Ausnahmemanufaktur, die 1852 von Constant und Numa Girard gegründet wurde. 1889 stellte diese Manufaktur ein Tourbillon Drei Brücken vor. Sie schuf damit ein Uhrwerk der Extraklasse. Seinerzeit waren sogenannte Chronometerwettbewerbe populär. Girard Perregaux wurde mehrfach als Sieger gekürt. Die Uhren dieser Marke waren seit jeher für ihre Präzision bekannt. Kein Wunder, dass diese Manufaktur 1966 den Jahrhundertpreis des Neuenburger Observatoriums für das Gyromatikkaliber HF erhalten hat. Ob Sie´s glauben oder nicht: Sie werden durch diese Manufaktur der Extraklasse geführt und dürfen sich mit der Arbeitsweise der Haute Horlogerie vertraut machen. Auf Sie stürzt zentnerweise Fachwissen ein. Das muss zuerst verarbeitet werden. Dazu bietet sich der Mittagsimbiss an.
Am Nachmittag wollen wir Ihnen La-Chaux-de-Fonds, das Zentrum der Uhrenindustrie, näher zeigen. Die Stadt wurde zum Weltkulturerbe erklärt. Immerhin wurden hier Le Corbusier und Monsieur Chevrolet, jawohl, derjenige der später in Amerika mit seinen Autos Karriere machen sollte, geboren. Sie lernen La-Chaux-de-Fonds bei einer Stadtrundfahrt/ -rundgang kennen.
Auf dem Weg zurück ins Hotel müssen Sie zuerst Ihr neues Fachwissen ordnen. Da ist bereits verdammt viel zusammen gekommen.
Am Abend genießen Sie die gute Küche Ihres Hotels. Und natürlich nutzen Sie erneut die Gelegenheit zum Fachgespräch.
Freitag, 28. Mai, Gipfelstürmer
Zenith, das von Georges Favre-Jacot im Jahre 1865 gegründete Unternehmen öffnet heute für Sie seine Tore. Sie besuchen eine Manufaktur, die sich von Anfang an der hohen Präzision verschrieben hat und die erfolgreichste Firma bei Chronometer-Wettbewerben wurde. Zenith, oder wie die Firma richtig heißt „Fabriques de Montres Zenith S.A.“ hat mehrere Meilensteine entwickelt. 1966 mit dem Kaliber „El Primero“, dem ersten Schaltradchronograph mit automatischem Aufzug. El Primero war eine geniale Entwicklung. Sie wird heute als Tourbillon angeboten, bildet die Basis der Grand Classe Traveller, einer großen Komplikation mit Minutenrepetition und Wecker.
Bei dieser kurzen Aufzählung wollen wir es bewenden lassen. Sie lernen Zenith bei einer Führung kennen und schätzen.
Bei diesem Uhren Spezial fällt es schwer, einen absoluten Höhepunkt zu definieren. Denn alle Manufakturen haben die Spitze erklommen. Ihre Produkte zählen zum Besten, was das Uhrmacherhandwerk hervorbringt.
In unserem Reiseprogramm haben wir mehrfach von Chronometer-Wettbewerben gesprochen. 2009 fand nach über 40 Jahren erstmals wieder einer statt. An diesen Wettbewerben haben sich seit jeher die großen Manufakturen, deren Uhrmacher und Regleure Werke von höchster Präzision schufen, beteiligt. Sie haben Ihre Kunstwerke bei Observatorien eingereicht, die entsprechende Wettbewerbe ausgeschriebenden haben. Wer dabei ausgezeichnet wurde, war schon etwas besonderes, bekam ein schlagkräftiges Werbeargument an die Hand und ein gewaltiges Renommé mit auf den Weg. Im Uhrenmuseum in Le Locle sind die Uhren, die für den letztjährigen Chronometerwettbewerb eingereicht wurden, noch ausgestellt. Sie besuchen dieses Museum und lernen bei einer Führung etwas kennen, was in dieser Fülle ebenfalls einmalig ist. Denn bisher wurden noch nie alle Wettbewerbsuhren auf einmal ausgestellt.
Irgendwann ist Ihr Kopf voll, können Sie nichts Neues mehr aufnehmen. Bevor es soweit kommt, brechen wir die Uhren Spezial ab. Nach dem Besuch von Le Locle geht´s auf schnellem Weg zurück nach Tübingen. Hinter Ihnen liegen vier hochinteressante Tage, ein Kompaktseminar, das viele Ansprüche erfüllt. Eben ein typisches Boxenstop Uhren Spezial.
Unsere Leistungen für Sie:
- 3 x Übernachten mit Frühstücksbüffet im Hotel Trois Rois (4-Sterne) in Le Locle inkl.
- 2 x Abendmehrgängemenü
- 1 x Fondueessen
- Werksbesichtigungen Eterna
- Werksbesichtigung La Joux Perret mit Uhrenmanufaktur British Masters
- Werksbesichtigung Girard Perregaux
- Werksbesichtigung Zenith
- Stadtbesichtigung La Chaux de Fonds
- Besuch des Uhrenmuseums Le Locle.
- Bordfrühstück
- Mittagspicknicks
- Mehrfach Kaffee und Kuchen
- Reiseleitung
- 4-Sterne-Komfortbusreise nach gbk
Ihr Reisepreis:
pro Person € 795,--
Einzelzimmerzuschlag € 90,--




