Le Mans Classic 2010
09. – 12.07.
Zu den Schnellsten
Samstag, …2008
22.00 Uhr. Auf der Start- und Zielgeraden von Le Mans, der Heimat des legendären 24-Stunden-Rennens, warten 55 Rennsportwagen ungeduldig auf ihren ersten Start. Alle flachen PS starken Flundern erblickten zwischen 1966 und 1971 den Asphalt dieser Erde. Sämtliche Motoren brüllen aus ihren 12-, 8-, 6- und 4-Zylindern. Das Pace-Car macht sich auf den Weg. Ihm folgt die hungrige Meute. Vor ihnen liegt zunächst die Einführungsrunde mit 13,65 km. Minuten später sehen die zigtausend Besucher schon von weitem den schier endlos langen Bandwurm an Hochkarätern Richtung Startgerade kommen. Die Dämmerung hat sich mittlerweile über den schnellen Kurs an der Sarte gelegt. Die Scheinwerfer zucken wie Blitze in die Nacht, erleuchten den Asphalt. Das Pace-Car schert aus. Dann geht`s los. Prachial. Wer den Start eines 24-Stunden-Rennens noch nie miterlebt hat, kann sich nicht vorstellen, was abgeht. Fünf Porsche 917 öffnen wagenweit ihre Drosselklappen. Die 12-Zylinder heulen auf, beschleunigen den besten Rennsportwagen aller Zeiten auf kurzer Distanz auf weit über 200 km/h. Dahinter folgen die Matra, mit ihren hellkreischenden Motoren, die Lola, vor allem der T 70 mit dem sonoren brummen eines 8-Zylinders, die Ford GT 40, die Porsche 906, 908 und die zahlreichen hubraumkleineren Rennsportwagen mit in der Regel 2 Liter Hubraum. Wie an einer Perlenkette aufgereiht rasen die Renner in die Nacht. Aus der ersten Runde kommen die Fahrzeuge dicht an dicht gelegen mit einem Speed, der einem den Atem verschlägt. Immerhin findet hier ein Rennen für historische Rennfahrzeuge statt, die allesamt nahezu 40 Jahre auf ihren Rädern haben.
Dem Verfasser treibt es jedes Mal eine Gänsehaut über den Rücken, wenn er an Le Mans 2008, wenn er an diesen Start denkt. Die Startszene für das Plateaus 5, so werden hier die Starterfelder genannt, war ein Spektakel das sich unauslöschlich auf der Festplatte eingebrannt hat. Mehr oder weniger eine Stunde lang wird den Besuchern beste Unterhaltung, große Oper, geboten. Danach fällt die Zielflagge für den ersten Lauf. Aber dann ist noch lange nicht Schluss. Die Rennsportwagen des nächsten Starterfeldes, der Klasse 6 aus der Zeit von 1972 bis 1979 stehen schon parat. Und so geht es schon seit 16.00 Uhr.
Le Mans Classic wird im zweijährigen Turnus von dem Pariser Patrick Peter und dem ehrwürdigen Automobilclub De l`Quest ausgerichtet. Heuer zum 5. Mal. 80 000 Besucher haben sich 2008 die einmalige Veranstaltung mit einem ganz simplen Konzept gegeben: Rund 400 Rennautos verteilen sich auf sechs Starterfelder. Die Baujahrsgrenzen entsprechen der FIA – 1923 bis 1939, 1949 bis 1956, 1957 bis 1961, 1962 bis 1965, 1966 bis 1977 und 1972 bis 1979. Jedes Starterfeld wird innerhalb der 24 Stunden drei Mal zum Start aufgerufen. Wenn sich das Starterfeld in einem Lauf, aus welchem Grund auch immer, dezimiert, werden die Lücken mit Ersatzfahrzeugen aufgefüllt. In den Rennen zählt nur eins: Der Speed. Am Ende hat derjenige gewonnen, der seine drei Läufe innerhalb der kürzesten Zeit absolviert hat. Ganz einfach. Diese Regel versteht jeder.
Jeder Rennwagen ist gut zwei Stunden unterwegs. Das reicht. Denn die Fahrzeuge werden in dieser Zeit mit vollem Lascho gnadenlos über den Kurs getrieben. Auf der Hunaudières-Geraden erreichten die schnellsten satt über 300 km/h. 24 Stunden wären für dieses alte Eisen zu lange. Zahlreiche automobile Kostbarkeiten würden dann sicher in der Garage bleiben, da ihre Eigentümer ihren Fahrzeugen nicht noch mehr Stress zumuten möchten, als sie es ohnehin haben.
Le Mans Classic ist jedoch weit mehr als die 24 Stunden, von 16.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Le Mans Classic ist beste Unterhaltung. Im Infield des Kurses sind zigtausend interessante Autos der Besucher zu bestaunen. Keine Neuwagen – die müssen draußen bleiben – sondern meist interessante Klassiker. Zahlreiche Verkaufsstände stellen eine große Versuchung dar, um den einen oder anderen Euro auszugeben.
Monsieur Peter hat sich in Goodwood, beim Festival of Speed, wie auch beim Circuit Revival offenkundig gut umgeschaut. Denn was auf der Insel Lord March alljährlich inszeniert, hängt Le Mans Classic mittlerweile (nicht mehr) ab.
Die 5. Ausgabe von Le Mans, das kleine Jubiläum, verspricht das bisher da gewesene zu toppen. Das wird gelingen, da sind wir uns sicher. Obwohl: Die bisherigen vier Ausgaben waren schon einzigartig, haben gnadenlos begeistert.
Haben wir Ihnen den Mund wässrig gemacht ? Hoffentlich. Denn für den Liebhaber schneller (schnellster) Rennsportwagen gehört der Weg westwärts zum zweijährigen Pflichtprogramm.
Boxenstop ist lernfähig. Das ist bekannt. Deshalb haben wir die Konzeption unserer Le Mans Classic Reise grundlegend geändert. Bei der Anreise sparen wir uns die Zwischenübernachtung in Paris. Es geht auf einem Sitz via Le Mans. Die wichtigste Änderung: Zwischen dem Hotel und der Rennstrecke bieten wir einen Bus-Shuttle an. Damit kann sich jeder Reisegast sein Le Mans Classic zurecht schnitzen. Kurz oder Lang, je nachdem wie es beliebt und was die Kondition hergibt.
Freitag, 09.07.2010
Um 7.00 Uhr startet in Tübingen der Vier-Sterne-Komfortreisebus von Schnaith KM Reisen. Über Karlsruhe, Pirmasens, Saarbrücken wird französischer Boden unter die Räder genommen. Unterwegs bieten wir gerne Zustiege an. Vorbei an Reims und um Paris herum führt die Reise nach Belleme, einem kleinen Ort ca. 50 km westlich von Le Mans entfernt gelegen. Klar, unterwegs servieren wir Ihnen unser beliebtes Boxenstop Frühstück. Ebenso laden wir zu einem Mittagspicknick ein. Auch wenn der Weg nach Le Mans gute 800 km lang ist, wagen wir einen kleinen Abstecher. In der Nähe von Reims wird eine Rennstrecke reaktiviert auf der in den 50er Jahren große Rennen, selbst der große Preis von Frankreich, wie auch Langstreckenrennen ausgetragen wurden. Alljährlich im September, meißt am letzten Wochenende, geben sich hier Rennwagen ein großes Stelldichein. Aber das ist eine andere Geschichte. Die erzählen wir möglicherweise im nächsten Jahr.
Klar, am späten Freitag Nachmittag kann der Weg um Paris ganz schön stressig werden. Aber da müssen die Boxenstop Gäste durch. Das ist nicht zu ändern, denn die französische Metropole stellt sich mächtig sperrig auf den Weg nach Le Mans. Am Abend erreichen Sie das 4-Sterne-Hotel Domaine du Golf in Belleme. Der Hotelname ist Programm. Die Gebäude eines ehemaligen Weilers wurden zu Hotelzimmern umgebaut. Rings um das Hotel ist ein großer Golfplatz angelegt. Selten haben wir ein Hotel besucht, das so schön und ruhig liegt wie das Domaine du Golf.
Am Abend zeigt die französische Cuisine, dass sie zu recht einen guten Ruf genießt. Ihr 4-Gang-Menü wird Ihnen munden. Hinter Ihnen liegt zwar ein langer Reisetag, aber in diesem charmanten Hotel kommt so schnell keine Müdigkeit auf.
Samstag und Sonntag, 10./11.07.2010
Sie haben die außergewöhnliche Ruhe genossen, im Schlaf Kraft getankt. Sie sind gewappnet für Le Mans Classic. Um 9.00 Uhr startet der Schnaith Komfort-Reisebus zum ersten Mal nach Le Mans. Das wird er in den nächsten 24 Stunden noch ein paar Mal tun. Denn mit zwei Reisechauffeuren besetzt, können wir rund um die Uhr pendeln.
Um 13.00 Uhr geht`s ein weiteres Mal vom Hotel nach Le Mans.
Boxenstop bietet bei all seinen Reisen eine KulTour, also ein Programm, das vor allem für die Gäste optimal geeignet ist, die sich für Rennsport nicht so ausgiebig interessieren. Deshalb laden wir auch bei Le Mans Classic zu einer KulTour ein. Dieses Jahr haben wir uns für eine Stadt entschieden, die ein wenig an Paris erinnert und eine lange Tradition hat. Tours, die knapp 140 000 Einwohner große Stadt, malerisch an der Loire gelegen ist samstags Ziel.
Eines der schönsten Häuser dieser bereits 400 Jahre vor Christi Geburt erwähnten Stadt ist das zu Beginn des 16. Jahrhunderts nach italienischem Vorbild erbaute Hotel Goüin. Unsere Kulturgäste werden dieses Hotel und die gesamte malerische Altstadt bei einer ausgiebigen Stadtführung kennen lernen. Danach bleibt noch genügend Zeit für einen Besuch der zahlreichen Kunstgalerien, Antiquitätenläden und Buchhandlungen. Aber eins dürfen alle nicht versäumen, die Chocolatiere Menard. Sie gilt als die beste Pralinenmanufaktur der Stadt. Das will was heißen. Auf der Haselnuss darf da keiner angeschwommen kommen.
Gegen 17.00 Uhr werden die Kulturgäste wieder in Tours abgeholt. Vorbei an der Rennstrecke in Le Mans, klar mit der Möglichkeit den Bus zu verlassen, fährt der Komfortreisebus zurück zum Hotel. Dort bleibt er nicht allzu lange. Wir wollen weitere Pendelfahrten anbieten. Derzeit planen wir 23.00 Uhr, am Sonntag Nacht um 3.00 Uhr, morgens um 7.00 Uhr und 11.00 Uhr. Mit diesem Angebot kann sich wirklich jeder Gast sein Le Mans Classic zubereiten.
Diese Pendel sind das eine. Das leibliche Wohl unserer Gäste das andere. Wir werden auf dem Busparkplatz ein kleines Zelt aufbauen, wo wir unsere Gäste über den Tag hinweg zu einem Picknick einladen möchten. Übrigens zu einem urschwäbischen. Darauf können Sie sich verlassen. Wer etwas außerhalb der Rennstrecke relaxen aber nicht zum Hotel zurück fahren möchte, sollte das Boxenstop Rennzelt aufsuchen.
Le Mans hat nicht nur eine berühmte Rennstrecke. Auch zum Beispiel ein wunderschönes Rennsportmuseum. Aber auch die Stadt selbst bietet einige touristische Highlights. Deshalb bieten wir am Sonntag Nachmittag eine weitere Kultour an. Übrigens: Wußten Sie, dass der Franzose Amedee Bollèe bereits 1873 hier in Le Mans sein erstes Auto, ein dampfbetriebenes gebaut hat ? Sie sehen Le Mans ist in mehrfacher Hinsicht ein ganz geschichtsträchtiger Boden.
Nach dem Rennen laden wir in einem Restaurant in Le Mans zu einem Mehrgangmenü ein. Unsere Gäste sollen langsam aber sicher wieder in die Realität zurückkehren.
Am Abend genießen alle nochmals den ganz besonderen Reiz ihres Hotels in Belleme.
Montag 12.07.2010
Wie doch die Zeit vergeht. Jetzt gilt es wieder zwei lange Jahre auf den nächsten Le Mans Classic zu warten. Anmeldungen für die 6. Ausgabe nehmen wir gerne auf dem Rückweg entgegen …
Vorbei an Chartre/Paris geht`s zurück nach Tübingen. Wenn alles nach Plan läuft, biegt der Schnaith KM Komfortreisebus noch am selben Tag auf dem Betriebshof in Tübingen ein.
Unsere Leistungen für Sie:
- 3 x Übernachten mit Frühstücksbüffet im Hotel Du Golf in Belleme
- 1 x Abendessen im Hotelrestaurant
- 2 x Abendessen als 3 Gänge Menü in guten Restaurants in Le Mans
- Besichtigung der geplanten Rennstrecke Reims - Gueux
- Eintrittskarten Paddock Supplement Serie D oder wahlweise KulTourprogramm mit Tours am Samstag, Eintritt Rennsportmuseum Le Mans am Sonntag
- mehrmals Buspendelverkehr vom Hotel nach Le Mans und zurück
- Bordfrühstück auf der Anreise
- Mittagspicknick
- Kaffee und Kuchen
- Boxenstop Zeltverpflegung in Le Mans
- Reiseleitung
- 4-Sterne-Komfortbusreise nach gbk
Reisepreis
pro Person € 755,--
Einzelzimmerzuschlag: € 120,--