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Autojumble in Beaulieu

06.-10.09.2012

Ins Reich der Schätze

Komfortbusreise 

Beaulieu – Autojumble. Alljährlich am zweiten Septemberwochenende lädt Lord Montagu in seinen weitläufigen Park zum ältesten Teile- und Gebrauchtfahrzeugmarkt ein. Seit  jeher mit viel Erfolg. Mehrere zehntausend Besucher bevölkern das gepflegte Grün. Sie finden ein unglaubliches Angebot. Knapp 2000 Verkaufsstände, fein säuberlich aufgebaut, lassen jedes Sammlerherz höher schlagen. Manche  Besucher ziehen schon jahrelang auf die Pirsch, bis sie endlich die langersehnte Jagdtrophäe in Händen halten können. Beaulieu ist dafür ein besonders dankbares Jagdrevier. 

Viele passieren die Eingangspforten, betreten den Autojumble mit einem ordentlichen Haufen Geld. Stunden später verlassen Sie den Markt mit einem Geldsack, der ist so etwas von leer, das können Sie sich gar nicht vorstellen. Diese Besucher sind im Laufe des Tages jedoch nicht verarmt. Sie haben ihr Vermögen klassisch umgewandelt. Zwar nicht von Kanonen in Pflugscharen, sondern von Geld in (altes) Eisen. So ergeht`s dem Boxenstop Team regelmäßig. Seit Ende der 80er Jahre wird dieses Wochenende mit einem dicken Strich im Kalender blockiert. Anfangs jährlich. Später mit Lücken. Alle Autojumble Wochenenden laufen regelmäßig mächtig ins Geld. Das ist zwar nicht futsch. Aber es ist weg. Diese Wandlung, so schmerzlich sie auch anfangs ausfällt, ist es uns immer wert. Alles was wir aus Beaulieu hinausgeschleppt haben, und das ist wahrhaft nicht wenig, ziert heute das Boxenstop. 

Da fällt uns eine nette Geschichte ein. Sie liegt allerdings schon ein Weilchen  zurück, gut 10 Jahre. Boxenstop bietet den Autojumble in Beaulieu regelmäßig, seit Mitte der 90er Jahre als Komfortbusreise, an. Anfänglich ist die Reise Donnerstag abends los gegangen. Am Freitag morgen waren unsere Gäste in England. Diese Nachtfahrten haben wir vor Jahren aufgegeben. Seither reisen wir tagsüber viel bequemer an. 

Am Tag einer solchen Beaulieu Reise hat sich das Boxenstop Team mit dem heutigen Chefredakteur des Oldtimermagazins Motor Klassik, Herrn Hans-Jörg Götzl, zum Essen verabredet. Klar, Beaulieu war auch ein Thema. Ganz zwangsläufig kam die Frage nach dem nächsten Objekt der Begierde: Eine Trialmaschine, mit einem Viertakt-1-Zylinder, möglichst von BSA. Die Antwort kam zwar äußerst spontan. Aber genauso gering war die Hoffnung. Denn mehrere Anläufe waren nicht von Erfolg gekrönt. 

Samstagmorgen Beaulieu. Noch keine 30 Minuten im Gelände, steht sie da, die stählerne Lady: Eine BSA, schwarzer Rahmen, Tank und Kotflügel aus Aluminium, sauber poliert, äußerst wettbewerbsfähig hergerichtet. Keine Bastelbude, vielmehr etwas wirklich Rechtes. Auf den zweiten Tritt hämmert  der 1-Zylinder mächtig los, will beweisen, dass er nicht auf der Suppe daher geschwommen kommt, sondern ein Stück tadelloser  Handwerkskunst verkörpert. Relativ zügig waren sich Käufer und Verkäufer einig. Der Preis war o. k.,  bei weitem aber kein Sonderangebot. Da die Erwartungshaltung ursprünglich gegen null tendiert hat, war der Geldbeutel nur mäßig gefüllt. Noch deutlicher: Die mitgeführten  Pound Scheine reichten hinten und vorne nicht. Kein Problem, dachte „Mann von Welt“. Mittels Kreditkarte kann das Loch gestopft werden. In Beaulieu bietet die Barclays Bank seit jeher ihr bestes: Geld. Der Andrang vor dem Geldschalter ist regelmäßig riesig. Zumindest in den ersten Stunden. Die Engländer ertragen das Warten mit Geduld. Viel geduldiger als die (meisten) Deutschen. Zumindest wir Boxenstoper. Endlich war die Warteschlange abgearbeitet, wähnten wir uns am Ziel. Freundlich bestätigte uns der Bank Officer, dass mit einer Kreditkarte auch Bargeld ausbezahlt wird. Geschafft, gerettet! Weit gefehlt. Dem Bargeld sind Grenzen gesetzt. Bei weitem viel zu enge. Jedenfalls konnte mit dem kleinen Häufchen, das über den Tresen geschoben wurde, nicht allzu viel gepunktet werden. Selbst verzweifelte Telefonate mit dem heimischen Kartenanbieter brachten keinen Erfolg. Die ausbezahlten Pfundnoten waren zuwenig. So kann`s gehen, wenn Man (n) aus der Provinz große Welt spielen will. Furchtbar. 

Die Not war groß. Auf der einen Seite die bereits gekaufte BSA und ihr Verkäufer, der Cash sehen wollte. Auf der anderen Seite „no money“. Was tun sprach Zeus. Gut, ist schon einige Jahre her. Die Fragestellung hat jedoch nichts an Aktualität eingebüßt. Zuerst Zeit gewinnen. Fünfzehn Minuten nach dem Knockout bei Barclays kamen zwei gute langjährige Bekannte aus Schwaben des Wegs. Erste Frage: Hast Du schon etwas gefunden? Ja. Zweite Frage: Was? Eine BSA Trialmaschine. Dritte Frage: Stimmt was nicht? Die Antwort fiel kleinlaut aus. Ja, mir fehlt Geld. Beide  meinten spontan, sie könnten helfen. Ganz ordentlich sogar. Sie wollten verständlicherweise aber auch nicht bis zur letzten Mark ausbluten. In jedem Fall brachten sie uns mit ihrer großzügigen Leihgabe eine gute Strecke weiter. Trotzdem waren wir noch nicht am Ziel. Keine viertel Stunde später kreuzte sich unser Weg mit einem weiteren Bekannten. Zwar kein Schwabe, aber ein guter Bekannter, der Lotus restauriert und gesammelt hat und unserem Volksstamm wohlgesonnen war. So sehr, dass danach alles Geld beieinander war. Wir waren gerettet. Endlich! Die BSA konnte bezahlt und übernommen werden. Der Verkäufer war zufrieden. Wir sowieso. Aber nun zum Clou: Nach der zweiten Begegnung, sie fand bereits morgens noch deutlich vor Mittag statt, sind wir den gesamten Samstag über keinem Bekannten mehr begegnet. Absolut aussichtslos, nichts zu machen. Wahrscheinlich haben sich alle zügig aus dem Staub gemacht, sich versteckt, sobald sie das Boxenstop Team im weiten Umkreis  vermutet haben. 

Die BSA steht mittlerweile im Boxenstop zusammen mit Motocross- und Straßenrennmaschinen. Was wurde aus dem geliehenen Geld? Wurde längst, sofort nach der Reise,  zurückbezahlt. Klaro. 

So kann`s gehen. In Beaulieu ganz schnell sogar. Denn die Engländer, aber auch die ausländischen Verkäufer, vor allem aus Holland und Frankreich, tischen Vorzügliches auf. Dieser Autojumble deckt eine weite Preisspanne ab: Low budget to top price. 

Beaulieu ist der älteste Teilemarkt in Europa, die Mutter der anderen Märkte. Beaulieu ist nach wie vor spitze. Ob ein anderer Markt das Wasser reichen kann, wird bezweifelt.

 

Donnerstag, 6. September
Anreise 

Der Boxenstop Komfortreisebus macht sich um 7.00 Uhr auf den Weg. Der Startschuss erfolgt vor dem Boxenstop Museum. Denn dort treffen unsere Gäste ab 6.00 Uhr ein. Diese Stunde Puffer ist Gold wert. Vor allem für Gäste, die von weit her reisen und sich nicht auf die letzte Minute hinauslassen wollen. Wir empfangen alle Gäste mit ofenfrischen Brezeln und Kaffee. Die PKW`s unserer Gäste werden im nahegelegenen Universitätsparkhaus geparkt. Dort stehen sie sicher unter Dach. Die Parkgebühren gehen zu Lasten des Boxenstop. Das gehört sich so. 

Um 7.00 Uhr geht`s endgültig los. Über die Autobahn führt der Weg Richtung Westen nach Aachen. Unterwegs bieten wir unser beliebtes Bordfrühstück mit Kaffee an. Später einen warmen Mittagsimbiss. Weshalb über Aachen? Viele unserer Gäste wohnen im Westen und Norden unserer Republik. Es wäre nahezu hirnrissig, wenn wir von diesen Gästen erwarten würden, dass sie nach Tübingen reisen. Nein, wir kommen entgegen, bieten in Aachen gerne einen Zustieg. Sprechen Sie uns ggf. auf weitere Zustiege an. 

Ihre erste Station ist Brüssel. Sie besuchen eines der besten Automuseen in Europa, die Autoworld. Diese Sammlung umfasst 400 Autos, die alle zwischen 1886 und 1970 den Asphalt dieser Welt entdeckt haben. Die Fahrzeuge gehören zur Kollektion von Ghislain Mahy, einem der größten Sammler überhaupt. Die Motorräder hat Marcel Thiry zusammengetragen. Sie alle haben sicher schon Auto- und Motorradmuseen besucht. Waren von den Exponaten möglicherweise auch angetan. Aber das Drumherum, insbesondere das Gebäude, hat Sie nicht vom Hocker gehauen. Bei der Autoworld ist dies anders. Die Autos, die Motorräder, alle Exponate ergänzen sich aufs Beste mit dem Gebäude. Das Museum ist in einer Halle mit einer klassischen Stahlkonstruktion untergebracht, die einmal für eine Weltausstellung aufgeschlagen wurde. Bei einer Führung lernen Sie diese eindrucksvolle Sammlung kennen. Mit etwas Glück werden Sie von einem älteren Herrn geführt, der so was von originell ist, dass Szenenapplaus beinahe zur Regel wird. Wir arbeiten daran, tun unser Bestes. 

Danach machen Sie sich weiter auf den Weg Richtung Küste. Wenn Sie auf Höhe von Dünkirchen kein Schild „France“ sehen würden, käme es Ihnen gar nicht in den Sinn, dass Sie vom einen in das andere Land reisen. Europa wächst zusammen. Daran lässt sich nichts (mehr) ändern. Allen Krisen zum Trotz. 

Sie übernachten in Calais im 3-Sterne Hotel Holiday Inn, mitten in der Stadt, unweit des Hafens.  Am Abend genießen Sie die französische Küche. Da sind unsere französischen Nachbarn immer noch gut dabei. 

Wie wär`s nach dem langen Reisetag mit einem Spaziergang zum Hafen oder in die Altstadt mit ihren zahlreichen Kneipen und Bars?

 

Freitag, 7. September
Zweiter Urlaubstag 

Sie bedienen sich vom Frühstücksbüffet, haben hoffentlich gut geschlafen. Das Holiday Inn hat sich voll auf den Geschmack seiner englischen und deutschen Reisegäste eingestellt. Eine solche Auswahl beim Frühstück erwarten Sie üblicherweise nicht in Frankreich. Um 8.00 Uhr nehmen Sie die paar Meter zum Fährhafen unter die Räder. Mit einem Fährschiff der Reederei P & O Stena setzen Sie nach Dover über. Von weitem sehen Sie bereits die White Cliffs, das Wahrzeichen der alten Hafenstadt Dover. 

Ihr erstes Ziel ist Rochester, auf dem halben Weg nach London, an der Mündung des Medway in den Ärmelkanal, gelegen. Diese Kleinstadt ist eng mit dem Namen von Charles Dickens, möglicherweise dem besten englischen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts, verbunden. Sie besichtigen die äußerst sehenswerte Kathedrale, deren Ursprung im 11. Jahrhundert liegt. Ihr Stadtführer zeigt Ihnen auch Rochester Castle, führt Sie durch die Hauptstraße, die High Street, mit einigen sehenswerten äußerst markanten Gebäuden. 

Rochester, diese gemütliche Kleinstadt, ist der passende Einstieg für einen Englandurlaub. 

Das Frühstück vom Büffet in Calais hält lange an. Allerdings nicht ewig. Deshalb laden wir Sie zu einem Picknick ein. 

Danach geht`s vorbei an London wieder an die Küste. Nach Brighton. Sie besuchen das berühmteste englische Seebad. Zunächst steht jedoch der Besuch eines interessanten Eisenbahn- und Spielzeugmuseums an. Der Engländer Chris Littledale, ein wiever Kopf und ausgewiesener Modelleisenbahnkenner, hat in Brighton ein Museum eingerichtet, mit dem er viele Geschmäcker bedient. Dieses Museum befindet sich stilgerecht unterhalb des Bahnhofs von Brighton, in den Bögen riesiger Arkaden. Über Ihnen rumpeln die Züge der British Railway. Vor Ihnen ziehen Modelleisenbahnen ihre Spur. 

Wir kennen in England kein Museum ohne Shop. Brighton macht da keine Ausnahme. Mal sehen, möglicherweise geben Sie heute schon den Startschuss zum beliebten Spiel: Sesam öffne Dich. 

Ihr Boxenstop Reiseleiter wird Sie anschließend bei einem gemütlichen Spaziergang durch das alte Brighton mit seinen schmalen, verwinkelten Gassen, den Lanes, begleiten. Brighton ist Klasse. Zu jeder Jahreszeit.  Besuchern wird hier immer etwas geboten. 

Sie übernachten im 4-Sterne-Hotel Holiday Inn in Fareham, nahe Portsmouth. Auf dem Weg dorthin passieren Sie Arundel, eines der schönsten Dörfer Südenglands. Mal sehen, vielleicht reicht die Zeit für einen kurzen Stopp. Und Goodwood. Alljährlich das Ziel zahlreicher Boxenstop Reisegäste. Selbst beim Festival Ende Juni oder dem Circuit Revival jeweils am 3. Septemberwochenende. 

 

Samstag, 8. September
Dritter Urlaubstag

Beaulieu, Stonehenge, Salisbury 

Morgenstund hat Gold im Mund. Auch in England. Das frühere Aufstehen fällt Ihnen hier leichter. Denn bei der Fährpassage Calais – Dover haben Sie eine Stunde geschenkt bekommen. Wie das? Die Engländer stellen Ihre Uhr nach ihrem Nullmeridian in Greenwich. Dadurch hinken sie eine Stunde hinter der Mitteleuropäischen Zeit her.  

Sie bedienen sich vom Frühstücksbüffet, schaffen die richtige Grundlage für einen interessanten Tag. Wer sich erstmals einem solch „traditional full english breakfast“ unterzieht, verliert zunächst die Orientierung. Mit was soll ich beginnen, mit was enden? Keine Sorge, Sie finden sich schnell zurecht. Ggf. werden wir Sie gerne beraten. Mit unserer „Gebrauchsanleitung“ kann nichts schief gehen. Ein Tipp schon vorab: Unbedingt die Orangenmarmelade, auf gut Schwäbisch das „Gsälz“, probieren. 

Gegen 8.00 Uhr machen Sie sich auf den Weg nach Beaulieu. Sie sollen dort unter den ersten Besuchern sein. Denn nichts wäre ärgerlicher, wenn Ihnen ein anderer Gast das seit Jahren oder gar Jahrzehnten gesuchte Teil, vor der Nase weg schnappen würde. Nein, kommt nicht in Frage. Das wollen wir nicht. Können wir schlussendlich auch nicht verantworten. Auf der Fahrt nach Beaulieu, malerisch im New Forest, mit seinen frei laufenden Ponys gelegen, kommt Spannung auf. Das spürt jeder. Denn nunmehr dauert es wirklich nicht mehr lange bis zur Jagd geblasen wird. In Gedanken gehen Sie nochmals Ihre Einkaufsliste durch, zählen Sie zum wiederholten Mal Ihre Pounds. Sie werden dadurch allerdings auch nicht mehr. Sie schauen in Ihren Rucksack, den wir Ihnen dringend empfehlen, ob Sie wirklich alles richtig geordnet haben. 

Als Busreisegast genießen  Sie Vorteile. Wenn Sie mit Boxenstop reisen sowieso. In Beaulieu sogar in besonderem Maße. Denn die Busparkplätze befinden sich mehr oder weniger direkt neben dem Eingang. Gäste, die mit PKW`s anreisen, müssen dagegen zum Teil richtig lange Fußmärsche absolvieren. Der Weg zu den PKW Parkplätzen kann in Arbeit ausarten. Vor allem der Rückweg, wenn die Füße eh schon ausgiebig belastet wurden. 

An den Kassenhäuschen bilden sich lange Schlangen. Das stört Sie nicht. Denn zum einen besorgt Ihr Reiseleiter die Eintrittskarten. Zum anderen werden Gruppen an einem separaten Schalter bedient.

Vor 10.00 Uhr betritt keiner das Marktgelände. Da werden  alle Besucher gleich behandelt. Der Veranstalter will sich nichts nachsagen lassen. Alle warten mehr oder weniger geduldig. Aber sobald das Absperrseil fällt und der Weg zum „Allerheiligsten“ freigegeben wird, gibt`s kein Halten mehr. Mit einem lauten Gejohle sprinten die ersten los. Beinahe so, wie wenn es etwas geschenkt geben würde. Das ist aber wirklich nicht der Fall. Aber die Jagd ist eröffnet. Jetzt ist umschauen, suchen, handeln, angesagt. 

Die knapp 2000 Stände sind fein säuberlich geordnet auf dem klassisch englischen Grün aufgebaut. Das Marktgelände ist  in mehrere Felder, mit unterschiedlichen Angebotsschwerpunkten aufgeteilt. 

Noch ein Vorteil einer Busreise. Stellen Sie sich vor, Sie gehören zu den glücklichen und finden Ihre BSA. Sie erfüllen sich damit einen Traum. Ihre Freude wird jedoch getrübt durch die bange Frage des Transports. Denn daran haben Sie bei Ihrer Reiseplanung nicht gedacht. Schlussendlich hat auch nicht jeder einen Transporter zu Hause herumstehen. Aber Sie haben ja den Boxenstop Komfortreisebus. In den riesigen Ladeluken verschwindet ein Motorrad, ein Motor, eine sperrige Motorhaube, ohne großes Federlesen. Sie können sich jedenfalls entspannt zurücklehnen. Stress ist nicht angesagt. 

Bei unserer Kultour bieten wir geschichtsträchtige Highlights. Unsere Kultourer besuchen Stonehenge und Salisbury. Die „hängenden Steine“ sind das bekannteste Megalith Monument in Großbritannien. Bereits 3000 v. Chr. haben Menschen diesen weithin sichtbaren Steinkreis aus gewaltigen Felsquadern geschaffen. Noch heute ist sich die Wissenschaft darüber uneins, welchen Zweck die in über 1500 Jahren errichtete Anlage zu erfüllen hatte. Wahrscheinlich einen religiösen. Vielleicht war Stonehenge auch eine riesige Uhr. Wer Stonehenge erstmals betritt, wird sich ungläubig fragen, wie die Menschen in der Lage waren, diese Riesenfelsblöcke zu errichten. Allein schon der Transport  von Wales auf diese Hochebene war eine riesen logistische Leistung. 

Das zweite Highlight ist Salisbury, das traditionsreiche Tuchzentrum, die Grafschaftshauptstadt von Wiltshire. Vor allem die Marienkathedrale, ein Meisterwerk der englischen Frühgotik. Der beschauliche Marktflecken weckt Gefühle, so als ob das 21. Jahrhundert noch in weiter Ferne wäre. 

Leider können Sie Ihre Uhr nicht anhalten. Irgendwann müssen Sie zurück nach Beaulieu. Klar, Sie finden Zeit für Kaffee und Kuchen oder  einen Pub. Eigentlich würden Sie gerne länger bleiben, wenn wir nicht unbarmherzig zum Rückweg treiben würden. 

Am späten Nachmittag, gegen 18.30 Uhr treffen sich alle Gäste wieder in Beaulieu. Jeder hatte sein schönes Erlebnis. Die einen sind erschöpft, tragen trotzdem ein breites Grinsen. Die Kultourgäste sind weniger erschöpft, aber ebenfalls voll mit schönen Eindrücken. 

Alle Gäste sollen Ihre Erlebnisse schnell verarbeiten können. Deshalb fahren wir an „unseren“ See im New Forest. Bei einem Glas Sekt findet die obligatorische Jagdtrophäenschau statt. Packen Sie ruhig mal aus, zeigen Sie, wie Sie Ihr Vermögen verändert haben.  

Danach geht`s zurück ins Holiday Inn nach Fareham. Hier läuft die Küche zu großer Form auf. Denn sie will Ihnen beweisen, dass sie mächtig dazugelernt und gegenüber dem Kontinent aufgeholt hat. Das Vorurteil mit der englischen Küche wird jedes Jahr geringer.

 

Sonntag, 9. September
Vierter Urlaubstag

Beaulieu 

Ein Tag Beaulieu sollte sich jeder geben. In diesem riesigen Areal findet nicht nur der Autojumble Platz. Lord Montagu, der Hausherr, weiß schöne Dinge zu schätzen. Er erlaubt Gästen sein Schloss zu besuchen. Im Park befindet sich auch das Britische Nationalmuseum, eines der besten Automuseen weltweit. Wer sich für altes Eisen nicht so stark interessiert, wird trotzdem bestens unterhalten. Gartenliebhaber kommen beispielsweise voll auf ihre Kosten. Denn die Vegetation am Ärmelkanal ist gewaltig, lässt tolle Pflanzen zu einer eindrucksvollen Pracht gedeihen. Selbst Wein wird hier angebaut. Dem Golfstrom sei`s gedankt. Durch das Gelände führt eine Mono-Rail. Nutzen Sie diesen  Shuttle. Er bringt Sie bequem von A nach B und bietet Ihnen in 10 m Höhe einen schönen Ausblick. 

Nach dem Parkbesuch sind Sie in Ihrem Urteil sicher: Der Lord lebt nicht schlecht, lässt’s sich ordentlich gehen. 

Möglicherweise wollen Sie sich irgendwann mit Ihrer Begleitung treffen. Unser Tipp: Suchen Sie einen der fish and chips Stände auf, geben Sie`s richtig englisch. 

Am frühen Nachmittag treten Sie langsam aber sicher den Heimweg an. Vorbei an London führt der Weg zur Küste nach Hythe ins 4-Sterne Mercure Grand Hotel Imperial. In diesem Hotel findet Ihre Englandreise einen schönen Abschluss. Das alte Gemäuer wurde im letzten Jahr mit einem immensen Aufwand restauriert und modernisiert. Aber trotzdem hat der gute alte englische Plüsch nicht ausgedient, keinen Schaden genommen. Er wurde soweit irgend möglich, erhalten. 

Am Abend dürfen Sie sich auf ein gutes Mehrgängemenü freuen. Nicht vom Büffet. Im Grand Hotel Imperial  wird stilgerecht an Tischen serviert. 

Wir haben die gesamte Reise über noch nicht den magischen Ort mit drei Buchstaben, die Bar, erwähnt. Das ist sonst nicht unsere Art. Dafür muss die Bar jetzt umso deutlicher angesprochen, ins Pflichtprogramm genommen werden. So wie Rochester, Brighton, Beaulieu, Stonehenge und Salisbury. Ein Guiness am Abend, erfrischend und labend. Gönnen Sie sich dieses dunkelbraune Gerstengebräu. Beim ersten Pint werden Sie möglicherweise noch nicht in reinsten Jubelarien ausbrechen. Aber spätestens beim zweiten haben Sie sich an den Geschmack gewöhnt, spüren Sie die wohltuende Wirkung. Die Bierbrauer aus Dublin behaupten nämlich: „Guiness  is good for you“. Ihr körperliches Befinden liegt uns granatenmäßig am Herzen. Deshalb laden wir Sie zu einem Guiness ein. 

 

Montag, 10. September
Heimreise 

Das englische Frühstück im 4-Sterne Mercure Hotel Imperial in Hythe,  schließt nahtlos an das Abendmehrgangmenü an. Sie stärken sich nochmals kräftig, nicht nur für den kurzen Weg nach Dover. Sondern vor allem für die Heimreise über Calais, Brüssel, Aachen zurück nach Tübingen. Bei der Fährpassage nach Frankreich müssen Sie die Stunde zurückgeben, die Sie sich am Freitag bei der Überfahrt zusätzlich gegönnt haben. In Calais gilt wieder Mitteleuropäische Zeit. 

Gegen 23.00 Uhr erreichen Sie die Endstation, das ganz in der Nähe vom Boxenstop liegende Universitätsparkhaus. Hier können Sie auf Kosten des Boxenstop Ihren PKW die gesamte Zeit über parken. Wenn Sie aus dem Parkhaus herausfahren, ist die Reise nach Beaulieu endgültig Geschichte.  

 

Unsere Leistungen für Sie:

  • 4 x Übernachten mit Frühstücksbüffet in guten Hotels inkl. Abendmehrgängemenü 
  • Fährpassage Calais – Dover – Calais 
  • Eintritt/Führung Autoworld Brüssel 
  • Stadtführung Rochester 
  • Eintritt Eisenbahn- und Spielzeugmuseum in Brighton 
  • Eintritt Beaulieu am Samstag oder KulTourprogramm Stonehenge und Salisbury 
  • Eintritt Beaulieu am Sonntag 
  • Eintritt National Motor Museum Beaulieu 
  • Bordfrühstück 
  • Mittagspicknick 
  • Kaffee und Kuchen 
  • Bordservice/Reiseleitung 
  • 4-Sterne Komfortbusreise nach gbk  

Ihr Reisepreis: 

  • Pro Person im Doppelzimmer                €   735,-- 

Kontakt/Buchung

Ich interessiere mich für diese Reise. Bitte nehmen Sie unverbindlich Kontakt mit mir auf.

Autojumble in Beaulieu

 

Text aus dem Boxenstop-Magazin "Freizeit und Reisen" als PDF zum Download