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Le Mans Classic

Die Legende
06. bis 09.07.2012

2.00 Uhr. Mitten in der Nacht. Einer warmen. Es ist ja schließlich Sommer. Vom Morgengrauen noch keine Spur. Sie stehen an der Rennstrecke von Le Mans, genau an der Start- und Zielgeraden. Es herrscht Ruhe. Aber nicht mehr lange. Die gegenüberliegende Boxengasse ist taghell beleuchtet. Dort macht sich Spannung breit. Sie  spüren sie förmlich. Zu schrauben gibt`s allerdings (noch) nicht viel. Plötzlich tauchen am Horizont im Stockdunklen Lichter auf. Weit über einhundert. Vorneweg ein Pace Car. Sie erkennen es an den gelben Warnleuchten. Der Pulk rückt näher. Sie hören die ersten Motorengeräusche aus den 4-, 6-, 8-, und 12-Zylinder-Maschinen. Mit jedem Meter nehmen die Geräusche zu. Der Tross nimmt an Fahrt auf. Noch eine Schikane. Dann ist die Zielgerade erreicht. Das Pace Car hat 55 Renner im Schlepptau, spürt förmlich deren Hauch, ja ihre Gier. Es putzt die Platte, schert aus, will nicht länger ein fahrendes Hindernis sein. Die Ampel springt von rot auf grün. Ab geht die Post. Und wie. Unvorstellbar. „Press the pedal“. Die Fahrer geben Vollgas,  reißen die Drosselklappen sperrangelweit auf. Weiter geht`s nicht. Die Rennmotoren saugen die abgekühlte, sauerstoffhaltige Luft gierig ein. Das Drehzahllied der Motoren schwillt bis zum Bersten an. Der Sound ist ohrenbetäubend. Einfach grandios. Ein Gespräch absolut unmöglich. Es gelten nur zwei Superlative: Brutal, bombastisch. 

Die Porsche 917 (2010 fünf an der Zahl) Ferrari 512, Lola T70, Chevron B16, Matra 660, und viele andere stieben in die Nacht. In weitem Bogen lenken sie ein in den Dunlop Bogen. In der nächsten Kurve verschwinden ihre roten Rücklichter. Vorübergehend. Der Lärm ebbt zwar ab. Aber Ruhe kehrt nicht ein. Nach wenigen Minuten ist die erste Runde Geschichte. Die 55 Rennsportwagen nehmen wie an einer  Perlenkette aufgereiht, die nächste Runde unter ihre breiten, mittlerweile satt auf Betriebstemperatur gebrachten Gummiwalzen. Nach 45 Minuten ist die schnelle Hatz vorbei. Für`s Erste. Sie wiederholt sich insgesamt noch zwei Mal. Aber nicht nur für das Plateau 5 mit den schönsten Rennsportwagen, die je gebaut wurden. 

Der Veranstalter, Patrick Peter, ordnet seine Starterfelder in sechs Kategorien, sogenannte Plateau‘s ein. Jede Klasse rennt drei Mal. Der Startschuss für den Mythos Le Mans Classic fällt samstags um 16.00 Uhr. In den nächsten 24 Stunden werden 18 Rennen in den heißen Asphalt gebrannt. 

Le Mans ist der Shooting Star unter den historischen Schwergewichten. 2010 haben sich knapp 10.000 Zuschauer,  zum Teil richtige Hardcore-Race-Fans, das Spektakel gegeben. Sie haben rund 400 Rennfahrzeuge auf der Piste und 1000 Rennfahrer erlebt. Darunter echte Fahrergrößen, vor allem ehemalige Le Mans Sieger: Henri Pescarolo, Jean-Pierre Jassaud, wie immer auf seiner Alpine A442 unterwegs. Richard Attwood, Dick Attwood, Jan Lammers, David Piper, Jürgen Barth, aber auch Marco Werner und Frank Stippler. 

Das Treiben auf der ultraschnellen Rennstrecke an der Sarthe, am Tag und während der Nacht, ist das Eine. Das Drumherum das Andere. Auf einem leichten Hügel wurden 2010 die 24 schönsten Rennautos stilvoll inszeniert, die zwischen 1923, der ersten Ausgabe von Le Mans, und 2010 eingesetzt wurden. 100 Markenclubs haben über 7000 Oldtimer zusammengetrommelt.  So viele Autos wie nirgend anders. Sie konnten im Circuit Bugatti bestaunt werden. An über 150 Ständen wurde mehr oder weniger alles feilgeboten, was das Herz vieler Automobilisten höher schlagen lässt. 

In Le Mans lebt der Mythos. Alle zwei Jahre. Patrick Peter sei`s gedankt. Und Sie könnten dabei sein. Wir sind`s.

 

Freitag, 06. Juli 
Anreise
 

Dieser  Tag ist für die Franzosen ein ganz wichtiger. Der markiert den Beginn der Ferien. Die Schulen machen für zwei Monate dicht. Die meisten großen Firmen schließen ebenfalls ihre Fabriktore, schicken ihre Belegschaft in den wohl verdienten Urlaub. Diesen Tag sollte man in Frankreich als Autofahrer, erst recht aber im Großraum Paris, meiden wie die Pest. Aber wir wollen, oder besser müssen nach Le Mans. Just an diesem Tag. Le Mans liegt im Westen, wenn Sie so wollen aus Deutschland kommend hinter Paris. 

Bei der letzten Le Mans Classic Reise  – sie hat ebenfalls mit der Ferienzeit begonnen – hat`s die Boxenstop  Gäste in Paris mordsmäßig gebeutelt. Es ging vorübergehend nichts, aber auch gar nichts mehr. Die Polizei hat breite Boulevards teilweise rigoros gesperrt. Beinahe einem „Nervenzusammenbruch“ nahe, haben wir uns geschworen: Nie mehr. Auf solche irrwitzigen Staus können wir leidenschaftslos verzichten. 

Dieser Schwur gilt. Immer noch. Was tun? Wir haben eine gute Lösung. Le Mans steht für Hochgeschwindigkeit. Das soll auch das Motto der Anreise sein. Langer Rede, kurzer Sinn. Der französische Muskelprotz, der TGV, bringt unsere Gäste nach Le Mans. Keine Komfortbusreise? Nein, heute (noch) nicht. 

Die Reise startet um 7.00 Uhr vor dem Boxenstop in Tübingen. Bereits um 6.00 Uhr öffnen wir die Pforten, laden unsere Gäste zu Kaffee mit Butterbrezeln ein. 

Apropos Einladung: Einige Gäste wohnen so weit von Tübingen entfernt, dass sie bereits am Vortag, am Donnerstag, anreisen. Diese Gäste, aber selbstverständlich auch die anderen, laden wir am Donnerstagabend ins Boxenstop ein. Dort sollen sie die heimische Küche kennenlernen.  Schwäbische Maultaschen sind einfach eine Riesennummer, auch für Nichtschwaben. 

Zurück zum Freitag. Alle Gäste können ihren PKW in dem in unmittelbarer Nähe befindlichen öffentlichen Parkhaus abstellen. Boxenstop trägt die Kosten. 

Um 7.00 Uhr fällt der Startschuss endgültig. Im Omnibus geht`s nach Stuttgart. Und vom Bus in den französischen TGV. Mit satt über 300 km donnert der TGV gen Paris. In 3,5 Stunden ist alles vorbei. Die Reise ginge noch entschieden schneller, wenn die Hochgeschwindigkeitsstrecke weiter Richtung Straßburg gebaut wäre. Ist aber nicht der Fall, wird auch in den nächsten Jahren nicht kommen.  Kurz nach Mittag dockt der französische Kraftprotz im Osten der Stadt, am Bahnhof  Gare de l`Est an seinem  Prellbock an. Endstation. Ja wie? Sie wollen doch nach Le Mans. Keine Sorge. Deshalb geht`s mit der Metro in den Westen zum Gare de Montparnasse. Dort wartet ein weiterer TGV und bringt unsere Gäste nach Le Mans. 

Paris ist immer einen Aufenthalt wert. Selbst zwischen zwei Terminen. Deshalb sollen Sie nicht vom einen Bahnhof zum anderen schnurstracks hechten müssen. Nein, ein kleiner Aufenthalt muss sein. Und zwar in luftiger Höhe. Auf dem Tour Montparnasse, einem ellenlangen Hochhaus. Die Architekten und die Bauherren haben sich da etwas ganz Tolles einfallen lassen. Über dem 56. Stockwerk, auf über 200 Metern Höhe, haben Sie eine großzügige Aussichtsplatte konstruiert. Dort wollen Sie hin. Das geht zügig. Dem schnellen Fahrstuhl sei`s gedankt.  Paris liegt Ihnen nunmehr zu Füßen. Wirklich. Dieser (Aus-) Blick wird sich lange auf Ihrer Festplatte einbrennen.  

Am frühen Abend treffen Sie in Le Mans ein. Dort erwartet Sie der Boxenstop Komfortreisebus, die „Charlotte“. Der war aber schnell. Keine Sorge. Er  hat Tübingen bereits am Donnerstag verlassen. 

Im Komfortreisebus geht`s 40 km östlich zum Hotel Domaine du Gold in Belleme. 

Der Begriff Hotel ist nicht umfassend. Mitten im freien Feld wurde hier eine Hotelanlage geschaffen, die mehr einer kleinen Stadt gleicht. Einige Hotelzimmer oder besser gesagt Appartements befinden sich auf mehrere Gebäude verteilt. Bei Nacht hören Sie nichts, absolut nichts. Die „Zivilisation“ scheint weit entfernt. 

Um 19.45 Uhr, beim Begrüßungsaperitif geht ein langer Reisetag zu Ende. Sie haben ihn mühelos hinter sich gebracht. Beim Abendessen stimmen Sie sich auf morgen, auf Le Mans ein.  

 

Samstag, 07. Juli 

Le Mans Classic dauert 24 Stunden. Sie sollen sich Le Mans so geben können, wie`s Ihrer Lust, Neigung und Kondition entspricht. Deshalb bieten wir mehrere Transfers Hotel – Circuit Le Mans – Hotel an. 

Der erste Transfer ist auf 9.30 Uhr geplant. Zuvor bedienen Sie sich natürlich vom Frühstücksbüffet, genießen die Ruhe, die herrliche Lage, den Morgen. In unmittelbarer Nähe von der Rennstrecke gibt`s ziemlich kräftig Verkehr. Ein Chaos ist beinahe unvermeidbar. Vor allem sehen Sie keine Polizisten. Für einen deutschen Ordnungssinn absolut undenkbar. Aber irgendwie entzerrt sich das Knäuel. Die Franzosen hupen zwar gerne. Aber irgendwie fügen sie sich ihrem Schicksal, lassen alles Gott ergeben über sich ergehen. Respekt meine Damen und meine Herren. 

Möglicherweise überkommt den einen oder anderen die Sorge, ob er sich bis zum Start nicht langweilt. Die ist wirklich unbegründet. Bis zum Start wird schon allerhand geboten. Vor allem die Little Big Man`s, die Miniflitzer im Maßstab 1:2/1:3, die von Benzinmotoren angetrieben werden.  Beim letzten Mal gaben 80 Jungs und Mädchen im Alter zwischen 6 und 14 Jahren ihren wunderschönen Mini Flitzern die Sporen. Meist hatten sie berühmte Vorbilder wie Ferrari 250LM, Jaguar D Typ, Grand Prix Bugatti oder   Ford GT40. Nach einem Le Mans Start knattern Sie entlang der Zielgerade und drehen eine Runde auf dem Circuit Bugatti.  

Wenn Ihnen vor dem Start der Sinn nach Erholung, Relaxen steht, kein Problem. Boxenstop stellt auf einem in der Nähe liegenden Parkplatz ein Zelt auf. Dort laden wir Sie zu einem warmen Mittagessen ein. Hier können Sie auch immer wieder kühle Getränke oder Obst fassen. 

Die Gäste, die Le Mans langsam angehen wollen, bleiben zunächst  im Hotel. Um 14.30 Uhr bieten wir einen weiteren Transfer zur Rennstrecke an. 

Wir haben Ihnen eingangs viel von Le Mans vorgeschwärmt. Nunmehr erübrigen sich Worte. Jetzt müssen Taten folgen. Und die kommen. Sie werden hochkarätigen Rennsport, teilweise Fahrzeuge erleben, die hier große Geschichte geschrieben haben. Es geht Schlag auf Schlag. Die 18 Sprint-Rennen folgen ruck zuck aufeinander. 

Am frühen Abend und die Nacht über bieten wir Transfers an. Sie sollen sich Ihr Le Mans Event zusammenstellen.

 

Sonntag, 08. Juli   

Was wäre eine Boxenstop Reise ohne KulTour. Wenig. Oder nichts. Denn trotz aller Begeisterung, 24 Stunden können ganz schön in die Knochen gehen. Für den einen oder anderen möglicherweise zu stark, oder besser, zu lang. Alles schön, recht und gut. Einige Gäste wollen diese weite Reise nicht allein auf Le Mans einbremsen. Brauchen Sie auch nicht. Denn heute steht zusätzlich Angers, die Hauptstadt der historischen Landschaft Anjou auf dem Programm. Boxenstop hat diese tolle Stadt an der Loire im letzten Jahr anlässlich seiner B.i.G. Tour besucht. Wir waren begeistert. Vor allem vom Chateau und den Gobelins der Apokalypse. Sie sollen diese Stadt, die von einem mächtigen Schloss überragt wird, bei einer Führung kennen lernen. Vor allem die mittelalterlichen Gobelins, die ursprünglich aus sieben Teilen mit 160 Metern Länge bestanden haben, werden Sie begeistern. Selbst wenn heute nur noch 106 Meter mit 74 Szenen vorhanden sind. Die schmalen, winkeligen Gassen, von alten Fachwerkhäusern gesäumt, schaffen ein  Ambiente zum Wohlfühlen. Die Cafes, die Bistros, der französische Lebensgenuss, alles passt. Hier könnten Sie lange verweilen. Da sind wir sicher. Aber irgendwann müssen Sie zurück nach Le Mans. Denn dort harren die anderen Gäste aus. Die können sich an dem Gebotenen zwar nicht satt sehen, drehen immer wieder Runde um Runde durch Fahrerlager, Clubflächen, vorbei an den Verkaufsständen. Ihr Blick wirkt leicht verklärt. Es wird dauern, bis Sie das Erlebte endgültig verarbeitet haben. 

Am frühen Abend reisen alle Gäste ins Zentrum von Le Mans. Übrigens nicht nur die Rennstrecke, sondern auch die Innenstadt ist einen Besuch wert. Wir laden Sie in einem guten Restaurant zu einem abendlichen Viergängemenü ein. Danach geht`s zurück ins Hotel. 

 

Montag, 09. Juli 

Das war klasse, das Wochenende nach Le Mans, die weite Reise hat sich gelohnt, zwingt förmlich zu einer Wiederholung. Nicht heute. Aber  in zwei Jahren. Auf schnellem Weg geht`s zurück Richtung Heimat. Vorbei an Paris erreichen Sie am späten Abend wieder Tübingen. Im Boxenstop Komfortreisebus muss bei der Heimreise ein Video eingelegt werden. Le Mans mit Steve McQueen. Das ist Ehrensache. Dieser Film ist Kult. Ach was heißt dieser Film, Le Mans ist Kult! 

Was uns noch ganz wichtig ist: Falls Sie Tribünenkarten benötigen, bitten wir Sie, uns dies rechtzeitig mit Ihrer Buchung mitzuteilen. Wir beraten Sie gerne, welche Tribünen geeignet sein könnten. Wir haben uns entschieden, in unser Paket keine Tribünenkarten zu inkludieren.  Denn einige Gäste wollen so viel wie möglich Le Mans erleben, sind viel auf den Beinen, wollen nicht auf einer Tribüne „festgebunden“ sein.

 

Unsere Leistungen für Sie: 

  • 3 x Übernachten mit Frühstücksbüffet im Hotel du Golf in Belleme
  • 1 bzw. 2 x Abendessen im Hotel bzw. 1 x Picknick am Bus
  • 1 x Abendessen in einem guten Restaurant in Le Mans
  • Auffahrt auf den Tour Montparnasse in Paris
  • Wochenendkarte  Paddock Supplement Serie D
  • KulTour am Sonntag mit Stadtbesichtigung Angers
  • Pendelverkehr Hotel -  Le Mans – Hotel
  • Fahrt im TGV Stuttgart – Paris – Le Mans
  • Verpflegung in Le Mans tagsüber und nachts am Bus am 2. Tag
  • Verpflegung in Le Mans tagsüber am Bus am 3. Tag
  • Reiseleitung Rainer Klink
  • 4-Sterne-Komfortbusreise nach gbk (Transfers und Heimreise)

 

 

Ihr Reisepreis

  • Pro Person im Doppelzimmer            €   970,--
  • Einzelzimmerzuschlag                       €     80,--
  • Aufpreis Tribünenkarte Samstag      €       folgt
  • Aufpreis Tribünenkarte Sonntag       €       folgt 

 

Erlauben Sie uns noch ein paar Worte zum Reisepreis:

Der TGV Stuttgart – Paris – Le Mans schlägt allein mit € 130,-- zu Buche. Und offenbar haben die Hoteliers Le Man Classic auch „entdeckt“. Unser Hotel hat seine Preise seit der Le Mans Classic 2010 um  EUR. 80,-- erhöht. 

Änderungen vorbehalten.

Kontakt/Buchung

Ich interessiere mich für diese Reise. Bitte nehmen Sie unverbindlich Kontakt mit mir auf.

Le Mans Classic

 

Busreise

Text aus dem Boxenstop-Magazin "Freizeit und Reisen" als PDF zum Download