Great Dorset Steam Fair
02.-06.09.2010
Dampf in seiner schönsten Form
Größer geht`s nicht
Erinnern Sie sich auch noch gelegentlich an Ihre Kindheit und Jugend? An das unbekümmerte, flockige, sorgenfreie Leben? An Ihre Freunde und Schulkameraden? An die erste große Liebe? An die Träumereien und Flöhe, die im Kopf wild herumschwirrten? An die Schmetterlinge im Bauch? An die Berufswünsche. Lokomotivführer, Pilot, Binnenschiffer. Bei den Jungs war`s klar …. bei den Mädchen stand Friseuse, Stewardess, Sekretärin, Tierärztin hoch im Kurs.
Bei der Planung der diesjährigen Reise nach Dorset kam dem Boxenstop Team, zumindest dem männlichen Teil, das Knaurs Konversationslexikon, das Buch „in dem kein einziges dummes Wort steht“, wieder einmal in die Hände. Es war ein Geschenk zur Kommunion 1958. Einige Kapitel wurden in dem 2000 Seiten starken Wälzer früher so häufig aufgeschlagen, dass sie jetzt, nach gut 50 Jahren, wieder ins Aug gesprungen sind. A – wie Autos, M – wie Motorräder, D – wie Dampf. Und damit sind wir beim Thema. Was ist Dampf? Ein gasförmiger Zustand, in den Flüssigkeiten durch Sieden überführt werden. Ein Liter Wasser gibt 1675 Liter Dampf von 100 Grad. Hätten Sie das noch gewusst? Was führt das millionenfach verkaufte Knaurs Lexikon noch unter Dampf? Dampfbad: Anwendung von Wasserdampf zu Heilzwecken. Dampfhammer = Dampfkessel: Besteht aus Feuerung, Wasserraum und Dampfraum. Gibt es als Röhrenkessel oder Flammrohrkessel. Dampfexplosion: Plötzliches zerspringen des Kessels infolge Schadhaftigkeit oder zu hohem inneren Druck. Dampfkochtopf, Dampfmaschine, entweder Kolben- oder Verbundmaschine. Erfunden von dem Schotten James Watt (1736 bis 1819). Wissen Sie, dass ihm zu Ehren die Einheit der Leistung als Watt bezeichnet wird. Ein Kilowatt = 1000 Watt = 1,36 PS. Dampfpfeife, Dampfpflug, Dampfschiff. Das erste wurde von Fulton konstruiert und fuhr 1807 auf dem Hudson River. Dampfspeicher, Dampfüberhitzer, Dampfwalze.
Jetzt lassen wir`s mal gut sein mit dem Oberlehrer und kommen wir zur Praxis. Wir machen uns auf nach Dorset, zum Great Steam Fair.

Alljährlich treffen sich am 01. Septemberwochenende im Süden Englands Liebhaber von Dampfmaschinen. Mittlerweile zum 37. Mal. In Blendford Forum hat alles` mal klein begonnen. Wie so oft. Zunächst haben sich ein paar Enthusiasten mit ihren Dampfgeräten getroffen. Von Jahr zu Jahr wurde das Treffen größer. Irgendwann ist es explodiert. Erinnern Sie sich zurück? Dampfexplosion: Plötzliches zerspringen. An dieser Stelle möchten wir Knaurs
Lexikon ergänzen: Infolge Schadhaftigkeit, zu hohem, inneren Druck - oder des Erfolgs.
Dorset ist explodiert. In einem gigantischen Ausmaß sogar. Was sich in den letzten Jahren auf einer riesengroßen Hochebene abgespielt hat, ist unglaublich, schlichtweg unbelieveable. Mehrere dutzend Showmen`s Engines, weit über 100 Dampftraktoren, große und kleine, Stationärmotoren, Pferdegespanne, Dampfpflüge, Motorräder, Autos, Panzer. Das Ganze fein säuberlich geordnet. Aber bei weitem nicht nur ausgestellt. Die Maschinen werden in Betrieb genommen, müssen arbeiten. Und wie. Manche werden bis auf den Dampf gequält. Vor allem die Dampftraktoren zeigen was ihre alten gusseisernen Kolben noch hergeben. Die Engländer haben schon seit jeher einen gewissen Hang zu Grausamkeiten. Früher gegenüber ihren Mitmenschen und Gegnern. Das haben sie sich mittlerweile abgewöhnt. Aber möglicherweise stecken in zahlreichen Dampftraktorenbesitzern noch die alten Gene, zwar etwas kultivierter. Irgendwie gehen die Engländer doch mit der Zeit, aber sind noch da. Wären die alten Traktoren Tiere, würde jeder Tierschutzverein auf dieser Welt in einer kurzen Zeit auf dem Gras stehen und mit der roten Flagge fuchteln. Dem Liebhaber alter Technik bricht schier das Herz, wenn er sieht, wie die Engländer das alte Eisen herannehmen. Möglicherweise ist es auch gar nicht so alt, wie es auf den ersten Blick scheint. In Dorset gibt es einen kleinen Feldherrn Hügel, ein richtiger Quälparcour. Da müssen vier bis fünf Traktoren eine schwerste Last, oftmals einen Tiefladeanhänger mit einem riesengroßen Transformator beladen, hochschuften. Alle Traktoren stehen unter vollem Dampf. Jeder Besucher spürt, ein oder zwei Tonnen mehr Gewicht wären nicht mehr zu verkraften. Die Dampftraktoren hauen den Dampf mit ohrenbetäubendem Lärm zentnerschwer in die Englische Seeluft. Alles ächzt und krächzt. Nur die Traktorfahrer nicht. Die haben vielmehr ein breites Grinsen im Gesicht, freuen sich tierisch über den gnadenlosen Einsatz.
In anderen Bereichen geht`s dagegen „friedlicher“ zu. Die Stationärmotoren tuckern vor sich hin, mahlen Korn, zerbersten Steine, treiben Wasserpumpen an, heben schwere Hämmer um sie danach auf einen Ambos herunter prallen zu lassen. Das Sonore, tuck, tuck, tuck, von den mit gleich bleibender Drehzahl laufender Motoren, wirkt total beruhigend. Beinahe der ideale Platz für Yoga.
Richtig Ruhe kehrt auf dem weitläufigen Gelände dort ein, wo echte Pferdestärken demonstriert werden. Sei es vor schmucken Anhängern und Wagen, sei es beim Pflügen wie vor vielen Jahrzehnten. Pferdegespanne ziehen einsam ihre Runden, türmen auf den Äckern eine Pflugschärte nach der anderen auf. Nicht weit davon entfernt haben sich zwei Dampftraktoren in Position gebracht. 50 bis 80 Meter liegen zwischen den beiden. Dazwischen ziehen sie einen Pflug rauf und runter. Richtig laut geht`s dagegen ab, wenn sich die PS-stärksten Monster beim Pulling messen. Schwere, aber wirklich schwerste Lasten werden an wahre Muskelprotze gespannt. Auf einen Schlag werden zig tausend PS von der Leine gelassen, wird die schwere Last nach vorne gerissen. Manches Ungetüm geht allerdings schon vor der Ziellinie in die Knie. Kapituliert vor der Hakenlast.
Unbestrittener Höhepunkt sind die Showmen`s Engines, die riesigen Dampftraktoren, mit ihren großen Generatoren. Diese Showmen`s Engines werden am späten Nachmittag mit viel Feuer unter Dampf gesetzt. Sie sollen später ihre oftmals 1 m Durchmesser aufweisenden Generatoren antreiben. Einige tausend Kilowatt – wir sind wieder beim guten James Watt – werden über elektrische Leitungen auf den Weg geschickt. Dorset mit seinem Rummelplatz muss leuchten. In der Luft liegt ein Kohle-Rauch-Öl-Gemisch. Dampfliebhaber empfinden das als reinste Schwarzwaldluft. Umweltschützer sehen dies möglicherweise differenzierter. Die Showmen`s Engines werden den ganzen Tag über gewienert und poliert. Alles soll glänzen, strahlen, beinahe so wie an Weihnachten. Und das bereits anfangs September.
Boxenstop weiß schon lange: Engländer können Menschen hervorragend unterhalten. Wir meinen, und wollen dies neidlos eingestehen, besser als viele andere. Dorset ist ein weiterer Beweis dafür. So viel Kurzweil, Abwechslung, bestes Entertainment finden Sie anderen Orts nicht, oder nur ganz selten.
Das Great Dorset Steam Fair spricht bei weitem nicht nur Dampfliebhaber an. Es ist ein Event, eine perfekte Mischung aus Unterhaltung, Amüsement, Kurzweil und Abwechslung.
Nun aber genug der Worte. Wenn wir Ihnen bisher den Mund nicht wässrig gemacht haben, tut`s uns leid. Dann haben wir offenkundig Ihren Nerv nicht getroffen. Wenn Sie jedoch „Blut geleckt“ haben, dann geht`s jetzt richtig los.
Donnerstag, 02.09.2010, Anreise - Atomium in Brüssel
Bisher sind wir zum Great Dorset Steam Fair immer über Nacht angereist. Das geben wir heuer erstmals auf. Die Anreise am Tag ist viel angenehmer, bringt mehr Erholung, schafft mehr Distanz zum Alltag. Und nebenbei können zahlreiche an der Strecke liegende Sehenswürdigkeiten besichtigt werden.
Um 7.00 Uhr startet der Schnaith KM-Reisen Komfortreisebus (4-Sterne nach gbk) Richtung England. Über die Autobahn vorbei an Karlsruhe, Koblenz, Aachen geht`s auf der belgischen Autobahn Richtung Küste. Gerne bieten wir unterwegs weitere Zustiege an.
Wir servieren Ihnen unser beliebtes Bordfrühstück samt Kaffee. Klar, um die Mittagszeit laden wir zu einem warmen Picknick ein. Das erste Ziel ist die Hauptstadt von Belgien, für viele auch die heimliche Hauptstadt Europas, Brüssel. Sie alle haben vom Atomium, das 1958 aus Anlass der Weltausstellung im Norden von Brüssel aufgeschlagen wurde, gehört. Dieses riesige Molekül aus Stahlrohren und Kugeln war seinerzeit ein technisches Wunderwerk. Viele sprachen vom achten Weltwunder. Die Ingenieure haben technisches Neuland betreten. Das Atomium wurde vor kurzem komplett renoviert. Die Kugeln aus nicht rostendem Stahl strahlen in neuem Glanz. Bei einer Führung lernen Sie das Atomium, seine Geschichte, aber auch viel über Kernspaltung, kennen. Bevor Sie sich auf den Weg zur Küste machen, laden wir Sie unter dem Atomium zu Kaffee und Kuchen ein. Vorbei an Gent steuern Sie die französische Hafenstadt Calais an. Sie übernachten im 4-Sterne Holiday Inn, mitten in der Stadt gelegen. Von Ihren Zimmern aus können Sie das geschäftige Treiben in einem der größten Seehafen sehen. Wenn Sie bereits vor 650 Jahren diese Reise unternommen hätten, wären Sie in Calais schon in England. Diese alte Hafenstadt gehörte für 200 Jahre zum englischen Reich. Hätten Sie`s gewusst? Hand auf`s Herz.
Am Abend genießen Sie ein französisches Mehrgängemenü. Nutzen Sie die zentrale Lage für einen Spaziergang oder einen Stadtbummel nach dem Essen.
Freitag, 03.09.2010, Inselurlaubstag London und Winchester
Gut ausgeschlafen, richtig schön erholt, genießen Sie zunächst das untypisch üppige Frühstück des Holiday Inn. Auf kurzem Weg geht`s im Komfortreisebus zum Hafen. Mit einem Fährschiff der Gesellschaft P & O Stena Line legen Sie die 32 km, die der Kanal an seiner engsten Stelle misst, zurück. Nach rund 90 Minuten haben Sie wieder festen Boden unter Ihren Füßen. Auf schnellem Weg steuern Sie London an. Und zwar das Herz dieser Weltstadt. Die Themse und die Tower Bridge. Sie besichtigen diese faszinierende Glanzleistung viktorianischer Ingenieurkunst. Die Tower Bridge geht auf 1897 zurück. Sie ist nicht nur Wahrzeichen, sondern auch Symbol für die Stadt geworden. Die gotischen Brückentürme und der sie verbindende Catwalk enthalten den Mechanismus, der die schweren Zugbrücken öffnet. In beiden Türmen finden sich Ausstellungsstücke zur Geschichte der Brücke. Unter anderem die Dampfmaschine, die immerhin bis zur Elektrifizierung 1976 den Zugmechanismus angetrieben hat. Von der Fußgängerbrücke aus genießen Sie ein herrliches Panorama auf London und seine City. Bei einer Führung lernen Sie außergewöhnlich Interessantes kennen. Nach dem hochinteressanten Besuch des Towers laden wir Sie zu einem Picknick ein. Denn gut gestärkt sollen Sie den Mittag beginnen. Sie fahren quer durch London, vorbei an den Hauptsehenswürdigkeiten. Sie machen sich relativ zügig auf den Weg an die Küste nach Bournemouth. Auf dem Weg dortin halten Sie in Winchester und besichtigen die eindrucksvolle Cathedrale, die zur zweitlängsten von Europa zählt. Am Abend erreichen Sie Ihr gutes 4-Sterne Hotel in Bournemouth, in dem Sie sich wohlfühlen werden. Freuen Sie sich auf das Abend-Mehrgängemenü.
Samstag, 04.09.2010, Great Dorset Steam Fair
Die Routiers genießen das englische Frühstück. Sie wissen, was sie heute erwartet. Die Novizen, die Gäste die zum ersten Mal Dorset gebucht haben, überfällt immer noch eine gewisse Unsicherheit. Haben die nicht, allen voran das Boxenstop, maßlos übertrieben? Kann Dorset wirklich so einmalig gigantisch, klasse sein? Keine Sorge, die Zweifel sind in kürzester Zeit beseitigt.
Ein „traditional fulling breakfast“ gehört zu einer Boxenstop Reise dazu. Würstchen, Speck, Eier, Tomaten, Pilze, Bohnen, Marmelade, Joghurt, Müsli, Toast wollen genossen werden. Die Fülle überfordert möglicherweise sogar den einen oder anderen. In jedem Fall schaffen Sie mit dem Breakfast eine gute Grundlage für den heutigen Tag.
Im Komfortreisebus geht’s nach Blandford Forum und damit ins Zentrum des Great Dorset Steam Fair. Schon von weitem sehen Sie die dunklen Rauchwolken. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass mit guter englischer Kohle geschürt und geheizt wird. Bevor Sie das Gelände endgültig betreten, wollen wir noch ein paar Zahlen für sich sprechen lassen. Machen Sie sich gefasst auf:
- Über 200 Dampftraktoren und –walzen
- Über 100 Messeplatzorgeln
- Weit über 2000 Stationär- und Arbeitsmotoren
- Über 50 Showmen`s Engines, Karusells und Schiffschaukeln
- 200 ha Fläche
- regelmäßig 200 000 Besucher
Noch Fragen? Wahrscheinlich nicht. Ab sofort müssen Sie das Steam Fair selbst erobern.
Man lächelt häufig über den deutschen Ordnungssinn. Aber wenn sich die Engländer anstrengen, richtig anstrengen, wie in Dorset, dann stehen Sie uns in nichts nach. Jeder Besucher kann sich gut orientieren und seine Schwerpunkte setzen. Und wenn Ihnen im Lauf des Tages Ihre Füße wehtun, haben die englischen Veranstalter ausreichend vorgesorgt. Die denken da in erster Linie an sich selbst. Denn Guiness und sonstige Biere zählen in Dorset nicht zu den großen Raritäten. Ganz im Gegenteil. Davon gibt`s massig viel. Mehr oder weniger an allen Ecken. An einer solchen Bierbar sind Sie nie allein. Weder früh morgens, um die Mittagszeit, aber schon gar nicht abends oder gar in der Nacht. Bestellen Sie sich ein Pint of Guiness, setzen Sie sich ins Gras. Die Engländer machen es auch so. Genießen Sie die Medizin aus Dublin, lassen Sie in Ruhe alles auf sich wirken. Irgendwann bekommen Sie wieder Power. Danach geht`s weiter. Wie bei Veranstaltungen in England meist üblich, gibt es auch einen schönen Markt, mit einem überaus interessanten Angebot. Wenn Sie die günstigen englischen Pounds zu Blech machen wollen, haben Sie hier erste Gelegenheit.
Um 18.00 Uhr bieten wir die erste Rückreise zum Hotel an. Wer sich Dorset länger geben möchte, bleibt. Denn um 21.00 Uhr, also wenn es schon ziemlich dunkel ist, bieten wir einen weiteren Transfer zum Hotel an. Wir empfehlen Ihnen den längeren Aufenthalt. Denn gerade die Dämmerung, oder wenn es dunkel wird und die Showmen`s Engines unter vollem Dampf ihren Generator rattern lassen, kommt eine Wahnsinns-Stimmung auf. So wie früher. Im vorletzten Jahrhundert gab`s ja den Strom überhaupt nur in kleinen Mengen aus der Steckdose. Die Menschen ließen sich auf den Fun Fairs vom Licht faszinieren. Tausende von Glühbirnen erleuchteten die Nacht taghell. Für manche grenzt dies an Hexerei. Eigentlich müsste uns ein hell beleuchteter Platz nicht mehr faszinieren. Aber in Dorset ist das trotzdem der Fall. Die Beleuchtung wirkt außerordentlich romantisch. Energiesparlampen werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht vorfinden. Das muss auch nicht sein. Zumindest nicht bei dieser Gelegenheit.
Die Gäste, die bereits um 18.00 Uhr zum Hotel zurückreisen, laden wir zu einem weiteren Abend-Mehrgangmenü ein. Die anderen Gäste bedienen sich aus ihrem „Überlebenssack“, den wir echt schwäbisch füllen. Uns Schwaben sagt man bekanntlich viel nach. Aber beim Vespern lässt sich keiner lumpen.
Sonntag, 05.09.2010 Great Dorset Steam Fair
Die meisten Gäste geben sich Dorset über zwei Tage lang. Für die Enthusiasten muss das sein. Denn an einem Tag ist das Gelände mehr oder weniger nur im Dauerlauf zu packen. Nach zwei Tagen kann jeder Besucher relativ sicher sein, dass er das meiste gesehen hat und dabei keinem unangenehmen Stress ausgesetzt war. Denn Erholungspausen können gut eingeplant werden.
Andererseits gibt es Gäste, die setzen andere Prioritäten. Ihnen reicht ein Tag Dorset. Dafür haben wir auch viel Verständnis. Deshalb bieten wir am Sonntag unsere beliebte KulTour. Das Ziel ist die ländliche Region Wessex, gebildet durch die Grafschaften Essex, Wiltsheier, Summerset und Dorset. Wessex besticht mit seinen weichen Hügeln und bezaubernden Dörfern Sie ist übrigens die Heimat des Cheddar Käse. Anscheinend kommt die Milch von den Kühen aus dieser Region. So stehts zumindest auf den Käseverpackungen. Sie besuchen Stourhead, eines der besten Beispiele der hohen englischen Gartenbauschule. Henry Hoare hatte das große Grundstück im 18. Jahrhundert geerbt, Er pflanzte einen Park mit seltenen Baum- und Pflanzarten. Ein malerischer See wird von neoklassizistischen Tempeln im italienischen Stil von Grotten und Brücken umrahmt. Stourhead House wurde nach einem Brand anfangs des 20.Jahrhunderts wieder im palladianischen Stil aufgebaut. Dieser Park, dieses gartenbauliche Kunstwerk ist eine Wucht. Henry Hoare wollte, dass sein Park auch nach seinem Ableben erhalten bleiben soll.
Er und seine Familie haben deshalb im Park in der St. Pears Church ihre letzte Ruhe gefunden.
Bei einer Führung lernen Sie dieses ganz außergewöhnlich imposante Anwesen kennen. Falls die Zeit danach noch reicht, besuchen Sie Shaftsbury, das mit seinem Kopfsteinplastern und Cottages schon häufig als Kulisse für englische Filme hat herhalten müssen. Dieser Flecken vermittelt „old englisch Flair“. In Shaftsbury lassen große Schriftsteller wie Charles Dickens und Jane Austen grüßen.
Am späteren Nachmittag treffen sich alle Gäste wieder in Dorset. Im Komfortreisebus geht`s Richtung Dover. Vorbei an London kommen Sie am frühen Abend nach Hythe, unmittelbar am Ärmelkanal gelegen.
Sie übernachten im guten 4-Sterne Mercure Hotel Imperial in Hyhte. Die Küche und der Service werden Sie begeistern. Spätestens heute Abend wackelt das landläufige Urteil über die englische Küche gewaltig. Von Ihrem Hotel sind es nur ein paar Schritte bis zur Küste. Die sollten Sie unternehmen. Lassen Sie sich noch etwas frischen Wind um Ihre Nase und durchs Haar blasen. Schwelgen Sie in Erinnerungen an die letzten drei Englandtage, an die Showmen`s Engines, Steam Tractors, aber auch an Tower Bridge, London, die HMS Victory und Stourhead.
Montag, 06.09.2010, Heimreise
Auf schnellem Weg geht`s zurück nach Deutschland. Von Dover setzen Sie nach Calais über. Mehr oder weniger auf dem selben Weg wie am Donnerstag geht`s zurück in die Heimat. Gegen 23.00 Uhr biegt der 4-Sterne-Komfortreisebus auf den Betriebshof Schnaith in Tübingen ein. Endstation, bitte alles aussteigen. Eine schöne Reise liegt hinter Ihnen.
Unsere Leistungen für Sie:
- 4 x Übernachten in guten 4-Sterne Hotels inkl. Frühstücksbüffet und Abendmehrgängemenü alternativ 1 x Vespersack)
- Eintritt/Führung Atomium Brüssel
- Eintritt/Führung Tower Bridge
- Führung Winchester Cathedral
- Eintrittskarte Dorset am Samstag
- KulTour am Sonntag mit Eintritt/Führung Stourhead House oder alternativ Eintrittskarte Dorset am Sonntag
- Fähre Calais – Dover Calais
- Bordfrühstück auf der Anreise
- 2 x Mittagspicknick
- Kaffee und Kuchen
- Reiseleitung/Bordservice
- 4-Sterne-Komfortbusreise nach gbk
Ihr Reisepreis:
Pro Person € 695,--
Einzelzimmerzuschlag € 120,--

